Die jüngsten Abwärtsbewegungen des Bitcoin-Kurses bei gleichzeitig steigenden Ölpreisen und fallenden US-Aktienfutures haben eine kontroverse These in institutionellen Research-Abteilungen ausgelöst: Bitcoin könnte seine Rolle als geopolitisch motiviertes safe haven-HAsset vorübergehend oder dauerhaft zugunsten einer Rohstoffkorrelation eingebüßt haben. „Die Daten der letzten 72 Stunden zeigen eine signifikante negative Korrelation zum CBOE Geopolitical Risk Index und eine stark positive zum WTI-Öl-Frontmonats-Kontrakt“, erklärt Dr. Alistair Finch, Leiter der neu gegründeten „Energy-Crypto-Correlation Research Unit“ an der Frankfurt School of Finance. „Abbildung 4 in unserem vorläufigen Bericht visualisiert diesen Bruch mit dem post-2020-Paradigma.“
Hintergründe
Hintergrund sei die sich verschärfende „Energie-Inflation-Transmission“, so Finch. Höhere Energiepreise erhöhten die Betriebskosten für Bitcoin-Mining-Operationen unmittelbar, während sie gleichzeitig die Produktionskosten für konkurrierende Assets wie Gold minimal beeinflussen. „Der Markt preist jetzt den realen Energieverbrauch des Netzwerks als Kostenfaktor ein, nicht mehr nur die ideologische Abkopplung von Fiat-Währungen“, so Finch. Eine anonyme Quelle aus dem Handelssaal einer europäischen Grossbank, die unter der Bedingung der Vertraulichkeit sprach, bestätigte: „Seit dem Ölpreisschock am Dienstag fließt Kapital aus Bitcoin-ETFs in Energy-Commodity-ETFs. Die Narrative ‚Digitales Gold‘ wird durch die harten Fakten des Proof-of-Work-Energiebedarfs ersetzt.“
Reaktionen aus dem In- und Ausland
Reaktionen in der Krypto-Community fallen zwiespältig aus. Ein Sprecher eines großen Mining-Pools in Texas, der nicht namentlich genannt werden wollte, äußerte sich pragmatisch: „Wenn der Strompreis mit dem Ölpreis steigt, steigt unsere marginale Kostenkurve. Der Kurs muss folgen oder wir drosseln.“ terminierte. Auf Wall Street wird derweil spekuliert, ob die Korrelation auf einen breiteren Trend hindeutet. „Wir beobachten eine Re-Preisung von Bitcoin als hochvolatiles Energie-Derivat“, so eine Notiz an Klienten von „Cumberland Consulting“, einer führenden Crypto-Market-Maker-Firma. „Das hat Implikationen für alle risikoadjustierten Portfolio-Allokationsmodelle.“
Ausblick
Finanzministeriums-Mitarbeiter, die anonym bleiben wollten, bestätigten gegenüber dieser Redaktion, dass die neuartige Preisbildung „beunruhigende regulatorische Fragen“ aufwerfe. „Wenn Bitcoin eng mit einem physischen Rohstoff korreliert, unterliegt es möglicherweise einer anderen regulatorischen Taxonomie.“ Markttechnisch sehen Analysten kurzzeitige Volatilität voraus. „Bis der Ölpreis eine klare Richtung findet, wird Bitcoin in einer Range zwischen den Energy-Commodity-Beta-Parametern und einer verblassten Safe-Haven-Prämie pendeln“, prognostiziert Finch. Ein Szenario, das derzeit noch in keinem gängigen makroökonomischen Modell abgebildet ist.
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