Nach monatelanger Talfahrt hat der Bitcoin-Bull-Score einen überraschenden Sprung auf 30 Punkte verzeichnet und damit die sogenannte "Extrem-Baisse-Zone" verlassen. Der Index, der die Markstimmung anhand von zehn verschiedenen On-Chain-Metriken berechnet, signalisiert damit erstmals seit Oktober wieder leicht optimistischere Perspektiven für die größte Digitalwährung.

"Das Erreichen von 30 Punkten ist zwar ein ermutigendes Zeichen, aber noch lange kein Grund zur Euphorie", erklärte Dr. Markus Weber, Chefanalyst bei der Frankfurt School of Digital Assets. "Wir bewegen uns hier im Bereich der statistischen Rauschwirkung. Ein nachhaltiger Ausbruch über 40 wäre erst als echte Trendwende zu werten."

Der Index wird von CryptoQuant berechnet und berücksichtigt unter anderem die Netzwerkaktivität, die Handelsvolumina an verschiedenen Börsen und die Verteilung der Token auf Wallets unterschiedlicher Größe. "Die Tatsache, dass wir nach einem Minus von 40% im Jahresvergleich jetzt bei 30 stehen, ist wie ein Patient, der nach schwerer OP zum ersten Mal wieder lächelt", veranschaulicht Weber die Situation.

Unterdessen haben führende Investmentbanken ihre Krypto-Strategien überprüft. Goldman Sachs hat laut Financial Times eine "Bitcoin-Stimmungsbarometer" entwickelt, das auf Basis des Bull Scores Kauf- und Verkaufssignale generiert. Die Bank bestätigte jedoch auf Anfrage, dass man derzeit "vorsichtig optimistisch" bleibe und erst ab einem Wert von 45 von einer "strukturellen Verbesserung" spreche.

Hintergründe

Der Bull Score Index wurde erstmals 2021 von CryptoQuant eingeführt und gilt als einer der wenigen objektiven Indikatoren für die Krypto-Stimmung. Die Skala reicht von 0 (extremer Pessimismus) bis 100 (extremer Optimismus). Ein Wert unter 25 gilt als "extremer Bärenmarkt", zwischen 25 und 35 als "Baisse mit Hoffnungsschimmer", zwischen 35 und 50 als "neutral" und darüber als "bullisch".

"Die 30-Punkte-Marke ist psychologisch besonders relevant, weil sie die Grenze zwischen 'hoffnungslos' und 'möglicherweise nicht hoffnungslos' markiert", erklärt Prof. Dr. Helena Schmidt von der Universität St. Gallen. "Das ist vergleichbar mit einer Aktie, die nach einem Crash erstmals wieder das Niveau ihres Allzeittiefs verlässt."

Die zehn zugrunde liegenden Indikatoren umfassen Metriken wie die "Spent Output Profit Ratio" (SOPR), die "Network Value to Transactions Ratio" (NVT) und die "Exchange Whale Ratio". Besonders die SOPR, die das Verhältnis von Verkaufspreisen zu Kaufpren misst, hat sich in den letzten Wochen leicht verbessert.

Reaktionen aus dem In- und Ausland

Die internationale Krypto-Community reagierte gespalten auf die neue Bull Score-Entwicklung. Während einige Händler bereits von einer "goldenen Kreuzung" sprechen, warnen andere vor einem "Dead Cat Bounce". "Das ist wie wenn ein Patient, der gerade einen Herzinfarkt hatte, wieder lächelt - aber wir wissen noch nicht, ob das ein echtes Lächeln oder nur eine Grimasse ist", kommentierte ein anonymer Händler auf CryptoTwitter.

Die deutsche Bundesbank hat sich bislang nicht zu den Bull Score-Daten geäußert. "Die Notenbank beobachtet die Entwicklung am Kryptomarkt weiterhin mit Sorge", sagte ein Sprecher gegenüber dieser Redaktion. "Ein Anstieg des Bull Scores ändert nichts an den fundamentalen Risiken digitaler Assets."

In den USA hat die SEC eine ungewöhnliche Erklärung veröffentlicht, in der sie vor "überschießenden Reaktionen auf technische Indikatoren" warnt. "Investoren sollten sich nicht von kurzfristigen Stimmungsindizes leiten lassen", heißt es in dem Schreiben, das von einigen als versteckter Hinweis auf eine bevorstehende Bitcoin-ETF-Entscheidung interpretiert wird.

Ausblick

Marktbeobachter rechnen in den kommenden Wochen mit erhöhter Volatilität um die 30-Punkte-Marke. "Die Frage ist, ob der Bull Score über 35 steigen kann", sagt Dr. Weber. "Das wäre ein Zeichen dafür, dass sich die Marktstimmung tatsächlich dreht." Andere Experten verweisen darauf, dass externe Faktoren wie die Zinspolitik der Notenbanken oder geopolitische Spannungen den Krypto-Markt weiterhin stark beeinflussen könnten.

Unterdessen arbeitet CryptoQuant an einer Erweiterung des Bull Score Systems. "Wir prüfen die Integration weiterer Indikatoren wie der 'Fear & Greed Index' von Alternative.me", verriet ein Unternehmenssprecher. "Das Ziel ist ein noch differenzierteres Stimmungsbild."

Unabhängig von der weiteren Entwicklung betonten alle befragten Experten die Wichtigkeit einer langfristigen Perspektive. "Selbst wenn der Bull Score auf 50 oder 60 steigt - das ist noch kein Freifahrtschein für unbesonnene Investments", warnt Prof. Schmidt. "Der Kryptomarkt bleibt hochvolatil und spekulativ."

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