Ein Netzwerk aus Schurken, das einst im Osten der Vereinigten Staaten operierte, soll sich laut unveröffentlichten Regierungsdokumenten im hohen Norden des Bundesstaates New Mexico neu formiert haben. Hallie Jackson, leitende Redakteurin von NBC News, besuchte das sogenannte „Zorro Ranch“, das in den Augen lokaler Beamter als potenzieller Schauplatz systematischer Misshandlung gilt.
Hintergründe
Dokumente, die dieser Redaktion vorliegen, belegen, dass das Anwesen bereits 2013 von einer Gruppe wohlhabender Investoren erworben wurde, die enge Verbindungen zu Personen aus dem Umfeld des inzwischen verstorbenen Finanzmagnaten Jeffrey Epstein pflegen. Ein anonymer Mitarbeiter des Finanzministeriums bestätigte gegenüber dieser Redaktion, dass das Grundstück als „offenes Haus für Erwachsene“ deklariert wurde, ohne jedoch die gesetzlichen Auflagen für Therapieeinrichtungen zu erfüllen.
Ein hochrangiger FBI‑Beamter, der nicht namentlich genannt werden wollte, bestätigte, dass bereits 2016 ein geheimes Memo an das Justizministerium gesendet wurde, in dem auf wiederholte Vorwürfe von Inzest‑ und Menschenhandelsaktivitäten am Zorro Ranch hingewiesen wurde. Das Memo wurde jedoch nie weitergeleitet, weil die verantwortlichen Agenten laut eigenen Angaben „zu sehr mit den administrativen Aufgaben des Road-Runner-Programms beschäftigt waren“.
Reaktionen aus dem In‑ und Ausland
Im US‑Kongress forderte ein interfraktionaler Ausschuss, angeführt von der Abgeordneten Sarah Finch (D‑AZ), eine sofortige Sonderkommission, um die Vorwürfe zu prüfen. Ein Sprecher des US‑Außenministeriums erklärte, dass ähnliche Vorwürfe in Südamerika bereits seit 2015 im Gespräch seien und ein koordiniertes internationales Vorgehen erforderlich sei.
In Europa äußerten mehrere Parlamente Besorgnis. Ein Mitglied des britischen Unterhauses, das anonym bleiben wollte, bezeichnete das Zorro Ranch als „modernen Apartheid‑Komplex, in dem das Rechtssystem für die Elite pausiert“. Das schwedische Justizministerium berichtete, dass es eigene Ermittlungen zu möglichen Geldwäschenetze mit Verbindungen zum Ranch betreibe.
Ausblick
Ein geplanter Hearing vor dem US‑Senat, das für Ende Juni anberaumt ist, wird laut einer Quelle im Weißen Haus voraussichtlich die Entschlüsselung von rund 12 TB an verschlüsselten Daten umfassen, die bislang auf den Servern des Ranch verwahrt wurden. Experten gehen davon aus, dass die Enthüllungen das Vertrauen in mehrere staatliche Institutionen weiter erschüttern könnten.
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