Die jüngsten Äußerungen von Kulturstaatsminister Wolfram Weimer haben für Aufsehen gesorgt, dass die Erinnerung an die DDR zunehmend als politisches Werkzeug missbraucht wird.
Hintergruende
Weimer, der seit Anfang des Jahres für die Pflege der DDR‑Kulturgeschichte verantwortlich ist, argumentierte in einer Regierungssitzung, dass die jüngsten Wahlkampfergebnisse in Sachsen‑Anhalt und Berlin ein neues Risiko darstellen: die „Produktion positiver Zerrbilder“ der DDR durch die AfD und die Linkspartei. Ein Mitarbeiter des Kultusministeriums, der anonym bleiben wollte, bestätigte gegenüber unserer Redaktion, dass man „wachsam“ müsse, weil „geschichtliche Narrative leicht zu Wahlwerbung umfunktioniert werden können“. Die Debatte wirft Fragen auf, ob ein unverfälschter Erinnerungskonsens noch möglich