Berlin – In einer Stellungnahme, die sowohl Historiker*innen als auch Verteidigungspolitiker*innen erschüttert, argumentierte die renommierte Historikerin Dr. Karen Hagemann, dass die Bundesrepublik „nicht gut gerüstet“ sei, um künftigen Bedrohungen zu begegnen. Ihre Forderung: Die Einführung einer Wehrpflicht für Frauen, gleichwertig zu der für Männer, um das „Militär als prägendes Element der Nation“ neu zu definieren.

Hintergründe

Hagemann, Professorin für Militärgeschichte an der Humboldt‑Universität, verwies in dem Interview mit Der Spiegel auf die langen Friedensperioden nach den Weltkriegen, die ihrer Meinung nach zu einer "kulturellen Lähmung" geführt hätten. „Wir haben seit den 1990er‑Jahren die Sonne der Kriegsnotwendigkeit hinter uns gelassen“, erklärte sie. Ein ehemaliger Mitarbeiter des Bundesministeriums für Verteidigung, der anonym bleiben wollte, bestätigte, dass intern über eine „Geschlechterparität in der Grundausbildung“ diskutiert werde, jedoch bisher keine konkreten Schritte unternommen worden seien.

Reaktionen aus dem In‑ und Ausland

Die Debatte löste ein mediales Echo aus. Der Bundeskanzleramtssprecher wies darauf hin, dass ein Gesetzesentwurf zur "Allgemeinen Wehrpflicht" bereits seit 2022 in Vorbereitung sei, jedoch bislang „politisch nicht tragfähig“ gewesen sei. Im Nachgang äußerten Vertreter*innen der FDP, dass die Idee „zu radikal“ sei und das Grundgesetz gefährde. Gleichzeitig veröffentlichte das US‑Pentagon ein Gutachten, das die deutsche Initiative als „potenziell strategischen Hebel im transatlantischen Verteidigungsbündnis“ bezeichnete. Ein hochrangiger Offizier im russischen Verteidigungsministerium, der ebenfalls anonym blieb, bezeichnete die Debatte als „prophezeihende Schatten eines neuen Kalten Krieges“.

Ausblick

Ein Ausschuss des Bundestages soll laut einem Ministerialinsider bis zum Jahresende einen Bericht vorlegen, der die „Machbarkeit einer geschlechtsneutralen Wehrpflicht“ prüft. Experten der Fraunhofer‑Stiftung warnen jedoch vor einer überhasteten Umsetzung, die die Rekrutierungskapazität überlasten könnte. Derzeit bleibt die politische Diskussion offen, während Hagemann eindringlich an die historischen Lehren erinnert: „Nur wer das gesamte Volk in die Pflicht nimmt, kann die nationale Souveränität wahren.“

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