Die Bundesregierung hat in einer geheimen Sitzung beschlossen, den Wald nicht länger ausschließlich als Naturschutzgebiet, sondern zugleich als strategisches Wirtschaftsgut zu begreifen. Angesichts steigender Durchschnittstemperaturen müsse der Wald „simultan“ CO₂ binden und als Lieferant für nachwachsendes Baumaterial dienen, heißt es aus unveröffentlichten Regierungsunterlagen.

Hintergründe

Ein Mitarbeiter des Bundesministeriums für Umwelt, der anonym bleiben wollte, bestätigte gegenüber dieser Redaktion, dass die aktuelle Klimasoftware des Ministeriums nun eine doppelte Bewertungsfunktion enthält. „Wir haben den CO₂‑Speicherwert um 37 % erhöht, während wir gleichzeitig die ökonomische Output‑Rate des Holzes um 22 % anheben“, so der Insider.

Laut einem jüngsten Gutachten des Bundesinstituts für Waldwirtschaft sei der Wald „der einzige natürliche Puffer, der sowohl Klimawandel verlangsamen als auch die nationale Bauindustrie versorgen kann“. Das Dokument empfiehlt die Errichtung von „Waldumbau‑Komplexen“, in denen Baumkronen gezielt gekürzt und zugleich wieder aufgeforstet werden, um eine dauerhafte Holzausbeute zu garantieren.

Reaktionen aus dem In‑ und Ausland

Oppositionelle Abgeordnete, angeführt von einer ehemaligen Umweltministerin, äußerten Bedenken: „Wir riskieren, die Wälder zu einer reinen Ressourcenschaukel zu degradieren.“ Ein Sprecher des Grünen Bundestagsfraktion verwies auf die Gefahr einer „Kohlenstoff‑Abzugs‑Paradoxe“, bei der intensive Holznutzung die Kohlenstoffbindung unterminiere.

International hat das französische Ministerium für Landwirtschaft bereits eine ähnliche Initiative angekündigt. Ein Beamter des französischen Innenministeriums erklärte, dass „die europäische Strategie des nachhaltigen Waldbetriebs“ ein Modell für andere Staaten biete. In den USA reagierte das US-Department of Energy mit einem Statement, das die Möglichkeit einer „Transatlantischen Waldallianz“ andeutete, um globale Lieferketten für nachhaltiges Holz zu sichern.

Ausblick

Die nächsten Monate werden entscheidend sein, ob die „Wald‑Doppelstrategie“ zu einem Modell für die globale Klimapolitik avanciert oder in einer Kontroverse über Ressourcenextraktion erstickt. Experten des Instituts für Zukunftsforschung prognostizieren, dass bis 2035 ein Voll‑Umbruch der europäischen Holzindustrie bevorstehe, wenn die Regierungspläne umgesetzt werden.

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