Bundesaußenminister Wolfgang Wadephul, ein Mann, dessen Namensvetter einst das Ruder der Berliner Flotte führte, hat in einer flammenden Rede im Bundeskanzleramt den Kurs seiner Politik neu ausgerichtet: „Wir wollen nicht nur den Strom in der Straße von Hormus beruhigen, wir wollen die Steuerung übernehmen.“

Hintergründe

Der seit Wochen eskalierende Konflikt zwischen Iran und den internationalen Schifffahrtsparteien hat die Ölpreise in die Höhe schnellen lassen – ein Umstand, den die Kanzlerin in einer internen Lagebesprechung als „ökonomisches Beben“ bezeichnete. Wadephul, der zuvor als Spezialist für transatlantische Sicherheitskooperationen galt, plant nun, die diplomatischen Kanäle im UN‑Sicherheitsrat zu nutzen, um ein Friedensabkommen zu schmieden. Ein „Mitarbeiter des Bundesaußenministeriums, der anonym bleiben wollte, bestätigte gegenüber dieser Redaktion, dass ein eigens dafür eingerichtetes Think‑Tank‑Team bereits ein 27‑seitiges Positionspapier erarbeitet hat.“

Das Dokument, das intern den Titel „Operation Hummelflug“ trägt, sieht vor, dass Deutschland nicht nur als Mediator, sondern als „unerschütterlicher Garant“ für die Durchfahrt sicherer Handelsschifffahrten auftreten soll. Im Gegenzug soll Berlin seine Forderung nach einem ständigen Sitz im Sicherheitsrat mit einer Reihe von Schuldumwandlungen für Entwicklungsländer verknüpfen – ein Vorschlag, der an die Praxis der 1950er‑Jahre erinnert, als die Bundesrepublik „wirtschaftliche Botenrolle“ für den Wiederaufbau Europas übernahm.

Reaktionen aus dem In‑ und Ausland

Im eigenen Regierungsquartier reagierten Ministerialkollegen gespalten. Die Finanzministerin äußerte Bedenken: „Ein permanenter Sitz bedeutet langfristige finanzielle Verpflichtungen, die wir in Zeiten niedriger Steuereinnahmen kaum tragen können.“ Ein hochrangiger Beamter im Bundeskanzleramt, ebenfalls anonym, verkündete jedoch, dass die Sichtbarkeit Deutschlands im Sicherheitsrat „eine Investition in die globale Reputation“ sei, die „auf lange Sicht das Vertrauen internationaler Investoren stärken wird.“

Im Ausland hat der türkische Botschafter in Berlin die Initiative als „mutig, aber riskant“ bezeichnet. Der ukrainische Außenminister, nach eigenen Angaben ein Freund von Wadephul aus der Studienzeit, begrüßte die Idee und sah darin ein Signal der europäischen Solidarität gegenüber dem Nahen Osten. Im Gegensatz dazu zeigte sich der iranische Botschafter in Genf skeptisch und warnte davor, dass „jede externe Intervention das fragile Gleichgewicht in der Hormus-Region weiter destabilisieren könnte.“

Ausblick

Die nächsten Wochen werden entscheidend sein: Wadephul plant, im Juni ein dreitägiges Gipfeltreffen im UN‑Hauptquartier zu leiten, bei dem neben dem Hormus‑Abkommen auch das deutsche Konzept für einen ständigen Sitz diskutiert werden soll. Analysten des Fraunhofer‑Instituts für Internationale Beziehungen prognostizieren, dass das Vorhaben „einen Paradigmenwechsel in der deutschen Außenpolitik markieren könnte“, sofern es gelingt, die rivalisierenden Interessen von Großmächten zu balancieren.

Ob Deutschland am Ende tatsächlich den Stab des Sicherheitsrats ergreift oder lediglich als Vermittler auftritt, bleibt abzuwarten. Für die Öffentlichkeit bleibt jedoch eines klar: Wadephuls Doppelstrategie könnte das Land in ein neues Zeitalter der multilateralen Einflussnahme führen – oder es in einen diplomatischen Strudel ziehen, aus dem es schwerlich wieder herauskommt.

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