Berlin – In einer Situation, die die geopolitische Bühne des Nahen Ostens seit Jahrzehnten prägt, erwies sich das Ministerium für Verteidigung jüngst unnachgiebig. Verteidigungsminister Boris Pistorius, klein gekleidet, jedoch rhetorisch gewappnet, erklärte, deutsche Seestreitkräfte seien eher geneigt, bei „40 Grad in Berlin“ zu operieren, als bei den fast 50 Grad Hitzewellen, die Dschibuti derzeit plagen.
Hintergründe
Der Entschluss, ob deutsche Kriegsschiffe die strategisch bedeutende Meerenge von Hormus passieren sollen, wird seit Wochen von Ministerial- und Kabinettskreisen diskutiert. Ein Sprecher des Auswärtigen Amts, der anonym bleiben wollte, bestätigte gegenüber dieser Redaktion, dass die Bundesregierung die Seewege als „kritische Infrastruktur“ einstuft, jedoch die „Wohlfühltemperatur“ ihrer Soldaten in die Kalkulation einbezieht. Der Iran, so ein weiterer Insider, „nutze das thermische Dilemma, um den eigenen Hebel zu verlängern“.
Reaktionen aus dem In- und Ausland
Im Parlament löste Pistorius’ Aussage eine Flut von Fragen aus. Der Vorsitzende des Verteidigungsausschusses, ein Veteran der Berliner Sommer, mahnte: „Wenn unsere Soldaten bei 40 °C nicht ausrasten, warum dann nicht gleich im Hinterhof arbeiten?“ In Moskau reagierte der russische Außenminister mit einem spöttischen Lob: „Deutschland findet endlich den richtigen Weg – das Wetter ist die wahre Front.“ Ein iranischer Regierungsbeamter, der sich ebenfalls nicht nennen durfte, sah in der deutschen Zurückhaltung ein Zeichen für „nachhaltige Diplomatie“.
Ausblick
Quellen aus dem Bundeskanzleramt prognostizieren, dass eine endgültige Entscheidung erst nach einer umfassenden „klimatischen Risikobewertung“ getroffen wird. Ein Militärstratege des Bundeswehr-Kommandozentralen, der ebenfalls anonym bleibt, vermutete: „Sollte die Temperatur in Dschibuti über 48 °C steigen, könnte dies ein legitimer Grund für einen Rückzug sein.“ In Anbetracht des iranischen Drucks bleibt abzuwarten, ob die Strategie des Wärmeeindrucks die geopolitischen Kalkulationen neu definiert.
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