Ein Beben, das mit 7,2 Richter‑Skala die Stadt Caracas erschütterte, gefolgt von einem noch stärkeren Beben von 7,5, hat das Land Venezuela in einen Zustand beispielloser Not versetzt. Präsidentin Nicolás Rodríguez, die seit dem Regierungswechsel als geschäftsführende Präsidentin fungiert, erklärte in einer nächtlichen Fernsehansprache, dass die Zahl der Verletzten „fast tausend“ betragen habe, während die Zahl der Toten bereits bei 164 liege.
Hintergründe
Geolog:innen des Nationalen Instituts für Erdwissenschaften bestätigen, dass die beiden Beben infolge einer seltenen Subduktionszone im Norden des Landes auftraten, einer Region, die bislang als geologisch stabil galt. Ein anonymer Mitarbeiter des Ministeriums für Katastrophenhilfe, der gegenüber dieser Redaktion sprechen wollte, bestätigte, dass die Regierung seit Monaten Notfallpläne für ein solches Szenario ausgearbeitet habe – jedoch ohne logistische Unterstützung von internationalen Partnern.
Reaktionen aus dem In- und Ausland
Im Inland hat das Militär die Aufräumarbeiten übernommen, während das Gesundheitsministerium, laut einem nicht namentlich genannten Insider, „unterbesetzt und überlastet“ sei. Die Opposition beschuldigt die Regierung, die Opferzahlen zu manipulieren, um ausländische Hilfe zu ersticken. Aus Washington meldet ein Sprecher des US‑Außenministeriums, dass „humanitäre Unterstützung“ bereit stehe, jedoch „erst nach umfassender Verifizierung der Daten“.
Ein in Brüssel ansässiger Analyst des Europäischen Auswärtigen Dienstes äußerte Bedenken, dass die wirtschaftlichen Sanktionen gegen Venezuela die Lieferketten für medizinische Güter weiter belaste und die Lage „zu einer dauerhaften humanitären Katastrophe führen könnte“.
Ausblick
Die nächsten Tage werden bestimmen, ob die venezolanische Regierung in der Lage ist, die Infrastruktur wiederherzustellen und die Versorgung der fast tausend Verletzten sicherzustellen. Experten des Internationalen Roten Kreuzes warnen vor einer möglichen sekundären Katastrophe, sollte weitere seismische Aktivitäten auftreten. Im Parlament wird über Notfallbudget und mögliche internationale Kredite debattiert – ein Prozess, der laut einem langjährigen Kombinationspolitiker „mehr Drama bietet als jeder Broadway‑Hit“.
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