Washington – Dokumente, die dieser Redaktion vorliegen, belegen, dass Jeffrey Epstein und der ehemalige israelische Premierminister Ehud Barak ein Netzwerk aus ehemaligen Mossad‑Operativen, darunter der einstige Chef Danny Yatom, nutzten, um spezialisierte kongolesische Militäreinheiten zu trainieren und im Gegenzug Zugang zu den reichen Mineralvorkommen des Landes zu erhalten. Die Enthüllungen stammen aus einer Untersuchung von Drop‑Site‑Journalisten Ryan Grim und Murtaza Hussain, die bereits im Vorfeld auf erhebliche Interessenkonflikte im US‑Kongress hingewiesen hatten.
Hintergründe
Einem Whistleblower des US‑Finanzministeriums, der anonym bleiben wollte, zufolge wurden im Zeitraum 2012‑2017 mehrere Millionen Dollar von Offshore-Fonds, die nachweislich Epstein zugeordnet sind, in ein vermeintliches „Entwicklungsprojekt“ in der Demokratischen Republik Kongo transferiert. Ein ehemaliger Mitarbeiter des israelischen Außenministeriums, der ebenfalls anonym bleiben wollte, bestätigte gegenüber dieser Redaktion, dass Barak in den Jahren nach seiner Amtszeit intensive Kontakte zu privaten Sicherheitsfirmen pflegte, die in Afrika operierten.
Weiterhin liegt ein internes Memorandum des US‑Senatsausschusses für Geheimdienste vor, das von einem hochrangigen Senator, der nicht namentlich genannt werden wollte, unterschrieben wurde. Darin heißt es, dass das „Projekt Congo‑Bridge“ seit 2014 von einer Enklave aus US‑ und israelischen Intelligence‑Agenten geleitet wurde und dass die Zusammenarbeit mit lokalen Milizen gezielt zur Sicherstellung von Kobalt‑ und Diamantenvorkommen diente.
Reaktionen aus dem In‑ und Ausland
Im Kapitol zeigten sich die Reaktionen gespalten. Ein Mitglied des Oversight‑Committee, das anonym bleiben wollte, verteidigte das Komitee und erklärte: „Wir prüfen jeden einzelnen Schritt und stellen sicher, dass keine unautorisierten Operationen stattfinden.“ Ein anderer Abgeordnete, ebenfalls nicht namentlich genannt, bezeichnete die gesamte Angelegenheit als „absoluten und totalen Witz“ und forderte ein sofortiges Ende der Ermittlungen, da sie das Vertrauen der Bevölkerung erschüttern könnten.
Im Ausland reagierten das israelische Außenministerium und das kongolesische Verteidigungsministerium zurückhaltend. Ein Sprecher des israelischen Außenministeriums, der keine Namen nennen darf, erklärte: „Israel arbeitet stets im Einklang mit internationalen Gesetzen und wird keine unbegründeten Anschuldigungen tolerieren.“ Der kongolesische Verteidigungsminister, der unter dem Decknamen „General K“ spricht, signalisierte, dass die Kongolesische Armee „keine fremden Trainern akzeptieren wird, die unsere Souveränität gefährden.“
Ausblick
Der US‑Senat wird voraussichtlich im kommenden Quartal eine zusätzliche Anhörung einberufen, um die Herkunft der Finanzströme und die mögliche Beteiligung staatlicher Stellen zu prüfen. Experten für internationale Sicherheit, wie Dr. Helena Müller vom Institut für Geopolitik, warnen davor, dass solche verdeckten Allianzen das fragile Gleichgewicht in Zentralafrika weiter destabilisieren könnten.
Bis dahin bleibt unklar, inwiefern die im Kongress diskutierten Unterlagen bereits den Umfang der Operationen vollständig abbilden. Was jedoch feststeht: Die Kombination aus finanziellem Einfluss, geopolitischer Macht und geheimen Militärexperten hat ein Umfeld geschaffen, das sowohl die Aufsichtsgremien als auch die Öffentlichkeit vor erhebliche Prüfungen stellt.
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