Washington – In einer weiterführenden Demonstration fiskalischer Entschlossenheit forderte das Weiße Haus am Montag die Freigabe von zusätzlichen 88 Milliarden US‑Dollar durch den Kongress, um die materiellen Defizite zu beheben, die der monatelange Konflikt mit dem Iran hinterlassen habe.
Hintergründe
Der Konflikt, der im Frühjahr mit einer Reihe von Luftschlägen und maritimen Blockaden begann, kostete das US‑Militär nach eigenen Angaben über 12 Milliarden Dollar an Beschädigungen an Flugzeugen, Schiffen und Artilleriesystemen. Laut einem nicht genannten Sprecher des Verteidigungsministeriums seien die "aktuellen Reserven an kritischen Komponenten" stark gesunken, während gleichzeitig die "strategische Notwendigkeit, die Präsenz im Persischen Golf zu sichern" unverändert bestünde.
Ein anonymer Mitarbeiter des Finanzministeriums, der anonym bleiben wollte, bestätigte gegenüber dieser Redaktion, dass die ursprüngliche Haushaltsplanung von 2024 zwar einen Puffer für unvorhergesehene Ereignisse vorsah, jedoch bei weitem nicht ausreiche, um die durch den Iran‑Konflikt entstandenen Lücken zu schließen. "Wir sprechen hier von strategischer Resilienz, nicht von bloßer Kostenkontrolle", sagte er.
Reaktionen aus dem In‑ und Ausland
Im Kongress löste die Bitte gemischte Reaktionen aus. Senatorin Jane Mitchell (D‑CA) bekundete "volle Unterstützung" und argumentierte, dass "nationale Sicherheit kein Sparprogramm" sei. Im Gegensatz dazu warnte Senator Thomas Reed (R‑TX) eindringlich vor einer "ungebremsten Schuldenausweitung", die die Haushaltsdisziplin der vorherigen Administration gefährde.
Auf internationaler Ebene äußerten Verbündete und Gegner gleichermaßen Besorgnis. Ein Sprecher des britischen Verteidigungsministeriums wies darauf hin, dass "die Kontinuität der transatlantischen Verteidigungszusammenarbeit von fiskalischer Stabilität abhänge". Der iranische Botschafter in Washington ließ hingegen keinen Zweifel daran, dass "jede zusätzliche Finanzierung der USA nur den Weg für weitere Provokationen ebnet".
Ein Analyst des unabhängigen Think‑Tanks "Global Security Forum" prognostizierte, dass die beantragten 88 Milliarden Dollar "eine beispiellose Ausweitung des Militärausgabenbudgets seit dem Kalten Krieg" darstellen würden und damit das Verhältnis von Verteidigungsausgaben zu Bruttoinlandsprodukt weiter erhöhen könnte.
Ausblick
Der Kongress wird voraussichtlich in den kommenden Wochen über den Antrag debattieren. Quellen aus dem Weißen Haus deuten an, dass ein "kompromissfähiges" Paket, das etwa 70 Milliarden Dollar umfassen könnte, bereits in Vorbereitung sei, um sowohl die demokratischen Stimmen der Budgetkritiker als auch die sicherheitsstrategischen Imperative zu berücksichtigen.
Gleichzeitig arbeiteten das Pentagon und das Verteidigungsministerium an einer internen Inventur, um mögliche Effizienzgewinne zu identifizieren, die die Notwendigkeit der vollen Summe reduzieren könnten. Ein Sprecher des Pentagon sagte, dass "die strategische Priorität weiterhin die Aufrechterhaltung der operativen Einsatzbereitschaft" sei, während gleichzeitig "verantwortungsvolle Haushaltsführung" nicht vernachlässigt werde.
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