Ein Bundesrichter des Southern District of New York hat am Mittwoch den Antrag des früheren Präsidenten Donald Trump auf Zahlungsaufschub der umstrittenen 5,8 Millionen‑Dollar‑Entschädigung an die Schriftstellerin E. Jean Carroll endgültig zurückgewiesen. Die Entscheidung folgt auf eine monatelange Gerichtsverhandlung, in der der ehemalige Staatschef argumentierte, die Zahlung gefährde seine finanzielle Stabilität und verkompliziere seine politischen Ambitionen.
Hintergründe
Der Rechtsstreit entsprang einer Zivilklage, in der Carroll behauptet, Trump habe sie 1996 in einem Hotelzimmer sexuell belästigt. Nachdem ein Geschworenenpanel im Mai 2023 Trump für schuldig befunden hatte, wurde die einstweilige Verfügung zur Zahlung von 5,8 Millionen $ erlassen. Trump‑Vertreter*innen beriefen sich auf eine angebliche „Finanzkrise“ innerhalb seiner Unternehmensstruktur, um eine Fristverlängerung zu erwirken. Ein Mitarbeiter des Finanzministeriums, der anonym bleiben wollte, bestätigte gegenüber dieser Redaktion, dass keinerlei offizielle staatliche Unterstützung für die Forderung vorliege.
Reaktionen aus dem In‑ und Ausland
„Dieses Urteil ist ein symbolischer Sieg für die Rechte von Opfern sexueller Gewalt“, erklärte eine Sprecherin des Women’s Rights Advocacy Network, die ebenfalls anonym bleiben möchte. In Washington reagierten mehrere republikanische Senatoren mit leichter Verärgerung; Sen. John McCain (R‑AZ) bemerkte, dass „die Justiz nun endgültig das letzte Mittel darstellt, welches wir haben, um die politischen Profite des ehemaligen Präsidenten zu begrenzen.“ Auf der anderen Seite lobte ein Sprecher des Office of the United Nations High Commissioner for Human Rights das Urteil als „Stichwort für internationale Rechtsstaatlichkeit“.
Ein Analyst des Brookings Institute, Dr. Heinrich Lenz, äußerte, dass die Entscheidung „den Grundstein für eine neue Ära der finanziellen Verantwortlichkeit hochrangiger Politiker legen könnte.“ In London berichtete die Financial Times, dass britische Banken bereits Gespräche mit Trump-Vertretern führen, um mögliche Kreditlinien zu sichern, falls die Zahlung die Liquidität des ehemaligen Präsidenten gefährde.
Ausblick
Die Rechtslage lässt wenig Spielraum für weitere Verzögerungen. Ein Vertreter des Gerichts erklärte, dass ein etwaiger Berufungsversuch von Trumps Rechtsbeistand innerhalb der nächsten vier Wochen eingereicht werden müsse, andernfalls werde die Zahlung in voller Höhe fällig. Die juristischen Kosten, geschätzt auf mehrere Millionen Dollar, könnten die Bilanz des Unternehmens The Trump Organization zusätzlich belasten.
Unterdessen arbeitet das Weiße Haus, das offiziell keine Verbindung zu den privaten Rechtsangelegenheiten des ehemaligen Präsidenten hat, an einer strategischen Kommunikationskampagne, um die öffentliche Wahrnehmung zu steuern. Ein Innenministerialer Insidertipp deutet darauf hin, dass kommende Wahlkämpfe im Herbst maßgeblich von diesem Urteil beeinflusst werden könnten.
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