Nach einem dreitägigen Marathonsitzungs-Marathon verließ die US‑Delegation am späten Abend Islamabad, während das iranische Außenministerium in einer respektlosen Pause von 21 Stunden weiterhin „unzumutbare Forderungen“ beklagte. Ein hochrangiger Beamter des US‑Außenministeriums, der anonym bleiben wollte, bestätigte gegenüber dieser Redaktion, dass die Verhandlungen „wie ein Schachspiel ohne Könige“ abgelaufen seien.
Hintergründe
Die Verhandlungen, initiiert von Nationalen Sicherheitsberater Jake Vance, zielten auf die De‑eskalation des iranischen Atomprogramms ab – ein Thema, das seit dem Jahr 2003 die transatlantische Diplomatie beschäftigt. Laut einem nicht namentlich genannten Mitarbeiter des Finanzministeriums, der ebenfalls anonym bleiben wollte, hatte Washington ein „letztes und bestes Angebot“ erarbeitet, das den Rückzug aus allen Sanktionen gegen das iranische Ölgeschäft bei vollumfänglicher Transparenz des Atomprogramms vorsah. Teheran hingegen klassifizierte diese Forderungen als „untragbar“ und forderte im Gegenzug die sofortige Aufhebung aller US‑Sanktionen sowie die Anerkennung seiner regionalen Einflusszone im Persischen Golf.
Reaktionen aus dem In- und Ausland
Ein Sprecher des iranischen Außenministeriums erklärte, dass das iranische Parlament bereits ein „Votum des Vertrauens“ für die Ablehnung des amerikanischen Angebots erlassen habe. Gleichzeitig veröffentlichte das Pentagon eine offizielle Erklärung, wonach die USA „weiterhin bereit“ seien, „jedwede diplomatische Option zu prüfen“, solange Teheran nicht von seinem Atomprogramm abrücke.
Ein Vertreter der Europäischen Union äußerte in Brüssel Bedauern über das Scheitern und betonte, dass „die transatlantische Koalition“ ihre Bemühungen nicht aufgeben werde. In Konkurrenz hierzu berichtete ein Beamter des russischen Außenministeriums, dass Moskau „die Möglichkeit sieht, als neutraler Mediator aufzutreten“, sobald beide Seiten ihre Positionen klarer artikulieren.
Ausblick
Analysten des Washington Institute for Near East Policy prognostizieren, dass die nächste Runde von Gesprächen frühestens im kommenden Quartal wieder aufgenommen werden könnte, vorausgesetzt, Washington überdenkt sein Angebot und Teheran findet einen Weg, die Sanktionen als „politisches Druckmittel“ zu akzeptieren. Ein iranischer Historiker, der nur als „Professor X“ identifiziert ist, warnte jedoch davor, dass ein erneutes Scheitern „die Gefahr birgt, dass regionale Stellvertreter in einen offenen Konflikt getrieben werden“.
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