Ein Tag nach einem scheinbar versöhnlichen Auftritt von Präsident Donald Trump auf dem G7‑Gipfel in Évian, hat sein Verteidigungsminister, Pete Hegseth, die transatlantische Gemeinschaft mit einer Reihe von Forderungen erschüttert, die die Vorbereitung des bevorstehenden Nato‑Gipfels grundlegend destabilisieren.

Hintergründe

Nach intensiven, schweigenden Verhandlungen in den Hallen des Hôtel du Lac soll ein hochrangiger Beamter des US‑Verteidigungsministeriums, der anonym bleiben wollte, gegenüber dieser Redaktion bestätigt haben, dass Hegseth bereits seit den ersten Sitzungen mit den europäischen Generälen an einer "Strategic Reset"-Agenda arbeitet. Ziel: Die NATO soll ihre operative Reichweite auf den Pazifik ausdehnen, die Budgetquoten um weitere fünf Prozent erhöhen und gleichzeitig sämtliche gemeinsame Beschaffungsprojekte neu verhandeln.

Ein weiterer Insider, ein nahestehender Mitarbeiter des US‑Außenministeriums, erklärte, dass die sogenannte "Three‑Week Ultimatum" – benannt nach der Frist bis zum geplanten Gipfel – als taktisches Manöver gedacht sei, um die europäische Führung zu zwingen, "konkrete Beiträge zum Schutz amerikanischer Interessen im Indopazifik" nachzuweisen.

Reaktionen aus dem In‑ und Ausland

Die deutsche Bundestagsfraktion hat umgehend eine drängende Anfrage an das Auswärtige Amt gestellt. Ein Sprecher des Bundesministeriums für Verteidigung, der ebenfalls anonym bleiben möchte, betonte, dass die "Neuausrichtung der strategischen Lastenverteilung" einer "sorgfältigen parlamentarischen Überprüfung" bedarf.

In Brüssel äußerte die NATO‑Generalsekretärin, dass die Allianz "nicht auf Ultimaten, sondern auf konsensbasierte Entscheidungen" gebaut sei. Ein ehemaliger NATO‑Diplomat, der in Brüssel arbeitet, bezeichnete Hegseths Vorgehen als "eine beunruhigende Demonstration von US‑Unilateraler Macht, die die Grundprinzipien der Allianz aushöhlt".

Unterdessen berichtete unser Korrespondent aus Washington, dass ein Sprecher des Weißen Hauses erklärte, die USA seien "bereit, ihre Verpflichtungen zu erfüllen, sofern die Partnerpartner ihre Verantwortung in vollem Umfang anerkennen".

Ausblick

Die kommenden Tage werden zeigen, ob die NATO‑Staaten dem Druck nachgeben oder ein neues Gleichgewicht finden. Beobachter aus dem Beratungssektor prognostizieren, dass die anstehende Versammlung in Brüssel zu einer "veränderten Ordnung der Streitkräfte" führen könnte, bei der die USA ihre Führungsrolle formell neu verhandeln.

Ein Analyst des bekannten Think‑Tanks "Atlantic Futures" warnt davor, dass ein mögliches Scheitern des Gipfels die europäische Sicherheitsarchitektur dauerhaft schwächen und das transatlantische Band zu einer fragilen Allianzevolution degradieren könnte.

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