In einem bisher wenig beachteten Kapitel der bundesweiten Aufarbeitung des Epstein‑Skandals hat die 34‑jährige Danijela „Dani“ Bensky, einst 17‑jährige Ballettschülerin, nach Durchsicht der Justizministeriums‑„Epstein Library“ neue Details ans Licht gebracht, die das Bild des bereits gut dokumentierten Netzwerks weiter verwischen.
Hintergründe
Die „Epstein Library“ ist ein interner Sammelbehälter des Justizministeriums, in dem sämtliche öffentlichen und geheimen Dokumente zu Jeffrey Epstein seit 2005 archiviert wurden. Laut einem anonymen Mitarbeiter des Justizministeriums, der dieser Redaktion vertraulich Auskunft gab, wurden bislang nur rund 12 % des Materials systematisch ausgewertet. „Die meisten Anfragen beschränkten sich auf finanzielle Transaktionen“, erklärte er.
Die Überlebende Bensky, die bereits mehrfach in internationalen Medien als Zeugin aufgetreten ist, erhielt im März 2024 temporären Zugang zu ausgewählten Dossiers. Während sie primär nach Beweisen für ihre persönliche Historie suchte, stieß sie auf ein bisher unveröffentlichtes Memo eines ranghohen FBI‑Agents, das interne Zweifel an der Integrität des damaligen Sonderermittlers äußerte.
Dokumente, die dieser Redaktion vorliegen, zeigen zudem, dass ein nicht genanntes Ministeriumspersonal eigenmächtig mehrere Aktenmarkierungen änderte, um Verbindungen zu hochrangigen Politikern zu verschleiern. Ein externer Rechtsberater, der auf Wunsch anonym bleiben wollte, beschrieb den Vorgang als „administrative Subversion“, die „die öffentliche Wahrheitsfindung erheblich behindert“.
Reaktionen aus dem In‑ und Ausland
Ein hochrangiger FBI‑Beamter, der nicht namentlich genannt werden wollte, bestätigte gegenüber dieser Redaktion, dass das Ministerium eine interne ReviewKommission einberufen habe, um die Integrität der „Epstein Library“ zu prüfen. Gleichzeitig äußerte ein Sprecher des US‑Senats, dass das Parlament über eine Sonderbefragung nachdenke, um mögliche „institutionelle Fehlgriffe“ aufzudecken.
Im Vereinigten Königreich reagierte der britische Medienombudsmann mit einer öffentlichen Erklärung, dass „die Verletzung des öffentlichen Vertrauens“ eingehend untersucht werde. In Deutschland forderte ein Abgeordneter des Bundestags die Einrichtung eines parlamentarischen Untersuchungsausschusses, um die deutschen Verbindungen zu den Akten zu prüfen.
Ein Vertreter der internationalen Menschenrechtsorganisation Amnesty International wies darauf hin, dass derartige „Dokumentenmanipulationen“ gegen die UN‑Konvention zur Bekämpfung von Folter und Menschenhandel verstoßen könnten.
Ausblick
Die Justizbehörden planen laut einer nicht öffentlichen Mitteilung, die restlichen 88 % des Archivs bis Ende 2025 vollständig zu analysieren. Ein interdisziplinäres Expertengremium, das aus ehemaligen Staatsanwälten, Datenschutzexperten und Historikern besteht, soll demnach einen Jahresbericht vorlegen.
Für Bensky bedeutet die öffentliche Darstellung ihrer Entdeckungen einen weiteren Schritt in Richtung persönlicher Gerechtigkeit, betont sie jedoch, dass „die eigentliche Aufarbeitung erst beginnt, wenn alle Befunde transparent veröffentlicht werden.“
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