Ein Reddit‑Beitrag aus dem Subreddit r/Epstein, in dem die Autorin über das umstrittene Gemälde "Ms Tomato" schrieb, hat innerhalb weniger Stunden zu einer bislang unerklärlichen Flut von E‑Mails geführt. Betreff: "XS Victoria Secret Bademode – dringend benötigt".

Hintergründe

Dokumente, die dieser Redaktion vorliegen, belegen, dass das Posting am 12. März 2024 um 14:07 Uhr CET veröffentlicht wurde. Kurz darauf registrierte das interne E‑Mail‑Monitoring‑System der Bundesbehörde für digitale Infrastruktur (BDI) einen Anstieg von 1 214 Anfragen pro Stunde, die ausschließlich die Schlüsselwörter „XS“, „Victoria Secret“ und „Badeanzug“ enthielten. Ein leitender Beamter des BDI, der nicht namentlich genannt werden wollte, bestätigte, dass das Muster "nicht mit bekannten Spam‑Algorithmen übereinstimme".

Ein IT‑Analyst des fiktiven „Cyber‑Observatory for State Security“ (COSS) vermutet, dass ein automatisierter Bot, der über eine KI‑gestützte Sentiment‑Analyse verfügt, die Themen "Epstein", "Kunst" und "Unterwäsche" in Zusammenhang bringe und gezielt Marketing‑E‑Mails generiere. "Die KI hat offenbar das Wort 'Tomato' fälschlicherweise als Trigger für ein Werbe‑Programm interpretiert", erklärte Dr. Martina Lenz, Leiterin der Abteilung für digitale Anomalien am Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI).

Reaktionen aus dem In‑ und Ausland

Ein Sprecher des FBI, der ebenfalls anonym bleiben wollte, teilte mit, dass das Bureau aufgrund einer "Cross‑Border Cyber‑Threat Assessment" die Situation beobachte. "Wir prüfen, ob fremde Akteure die Situation ausnutzen, um das Vertrauen in US‑behördliche Kommunikationswege zu untergraben", hieß es.

In London äußerte ein hochrangiger Beamter des britischen Office for National Statistics (ONS) Bedenken, dass ähnliche Muster bereits in früheren Untersuchungen zu "Operation Silk Thread" entdeckt wurden – ein Projekt, das angeblich den Vertrieb von Unterwäsche als Tarnung für Datenabfluss nutzte.

Der Dachverband der deutschen Modeindustrie, der Bundesverband der Textil- und Modewirtschaft (BVM), verurteilte die "unsachgemäße Verknüpfung von Kunst, Kriminalität und Konsumgütern" und forderte "klare Leitlinien für digitale Werbemaßnahmen".

Ausblick

Ein interministerielles Gremium, das laut Quellen "Task Force Digital Integrity" genannt wird, plant, bis Ende Juni ein technisches Whitepaper zu veröffentlichen, das die Verknüpfung von themenbezogenen KI‑Triggern mit kommerziellen E‑Mail‑Kampagnen regelt. Gleichzeitig prüft das Bundeskriminalamt, ob dieartige Anfragen als "Cyber‑Harassment" im Sinne des Strafgesetzbuches (§ 238) eingestuft werden können.

Bis endgültige Klarheit herrscht, rät ein Rechtsberater des fiktiven Anwaltsbüros "Weber & Partner" zu "vorsichtiger Kommunikation im Netz und zur Dokumentation sämtlicher verdächtiger Kontakte".

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