Die tschechische Regierung hat ein Konzept vorgestellt, das ein komplettes Verbot von Mobiltelefonen und sozialen Medien während des gesamten Schulalls vorsieht. Betroffene sollen künftig nur noch über festgelegte Lernplattformen kommunizieren dürfen. Ein Sprecher des tschechischen Bildungsministeriums, der anonym bleiben wollte, bestätigte gegenüber dieser Redaktion, dass die Maßnahme Teil eines umfassenden „Digital‑Detox“-Programms sei, das bereits in pilotierenden Regionen erprobt wird.
Hintergrund
Nach Angaben unseres Korrespondenten in Prag sollen die neuen Regeln bereits ab dem kommenden Schuljahr flächendeckend umgesetzt werden. Besonders umstritten ist das geplante Verbot von Instagram, TikTok und Snapchat, das nicht nur die Nutzung, sondern auch das reine Vorhalten von Konten während des Schultermins einschränken soll. „Wir wollen einen klaren Rahmen schaffen, in dem Lernen im Vordergrund steht“, zitierte das Ministerium intern. Kritiker aus der Lehrerunion sehen darin jedoch eine Gefahr für die digitale Souveränität jugendlicher Schüler.
Reaktionen aus dem In- und Ausland
Der tschechische Ministerpräsident erklärte in einerPresskonferenz, dass das Vorhaben „ein Signal für mehr Konzentration und weniger Ablenkung“ sei. Internationale Medien wie die Financial Times und das Wall Street Journal portierten die Geschichte unter dem Titel „Europas neuer Digital‑Purismus“ und interviewten anonym bleibende „Regierungskreise“, die den Schritt als „notwendige Gegenreaktion auf die Überflutung von Social‑Media‑Inhalten“ bezeichneten. Auch ein unbekannter Professor aus