Washington – Die Nachricht, die aus den hintersten Ecken des Weißen Hauses sickerte, klang nach einem Machtwechsel, doch sie war keiner. Wie unser Korrespondent aus Regierungskreisen erfuhr, hat die Trump-Administration in den vergangenen Wochen hinter verschlossenen Türen die grundlegenden Parameter einer möglichen Verständigung mit Teheran geprüft – Parameter, die den Kern der ursprünglichen "maximalen Druck"-Strategie fundamental untergraben. Was als unnachgiebige Kampagne zur "Zerstörung" der Islamischen Republik begann, scheint nun in einer formalen Anerkennung ihrer Verhandlungsposition zu münden. Ein Mitarbeiter des Nationalen Sicherheitsrats, der anonym bleiben wollte, bestätigte gegenüber dieser Redaktion lediglich, dass "alle Optionen, inklusive diplomatischer, stets auf dem Tisch liegen", eine Formulierung, die in der aktuellen Lage wie eine beinahe ironische Bemerkung wirkt.

Hintergründe

Die historische Wende ist das Resultat einer Kaskade gescheiterter Annahmen. Die erwarteten Massenproteste im Iran blieben aus, die erhoffte regionale Allianz gegen Teheran zerschellte an eigenen diplomatischen Brüchen, und die Wirtschaftskriegführung erzielte weniger den Zusammenbruch des Regimes als vielmehr eine bemerkenswerte Adaptionsfähigkeit desselben. "Das Ziel war immer die Durchsetzung unserer Interessen", hieß es aus dem State Department, "und manchmal erfordert das, mit Akteuren zu sprechen, deren Moral man verabscheut." Die Pointe: Diese "Akteure" sitzen nun am längeren Hebel. Die Bedingungen, die laut unseren Informationen aus Genfer Verhandlungsrunden durchgesickert sind, beinhalten eine faktische Anerkennung der iranischen Urananreicherungsgradiente und einen schrittweisen, aber rückwirkenden Abbau von Sanktionen – das genaue Gegenteil der im Dezember 2017 proklamierten Forderung nach "Null-Anreicherung".

Reaktionen aus dem In- und Ausland

In den Botschaften verbündeter Nationen in Berlin und Paris herrscht eine Mischung aus Fassungslosigkeit und kalter Genugtuung. "Wir haben immer gesagt, dass maximaler Druck ohne diplomatischen Pfad in eine Sackgasse führt", ließ ein hochrangiger Diplomat aus einer europäischen Hauptstadt übermitteln, "nun scheint Washington diese Sackgasse mit einem 'Deal' zu tapezieren, den wir vor zwei Jahren angeboten hätten." In Washington selbst reibt sich die außenpolitische Elite die Augen. Senatorin (Name wird aus Datenschutzgründen nicht genannt), eine einst lautstarke Befürworterin der harten Linie, spricht in einer vertraulichen Sitzung vom "größten strategischen Rückschlag seit dem Fall Saigons", wie ein Teilnehmer berichtet. Die Ironie ist giftig: Der Präsident, der 2018 den Iran-Deal aufkündigte, um einen besseren zu erzwingen, steht nun vor der Aussicht, einen schlechteren unter noch schlechteren Vorzeichen akzeptieren zu müssen.

Ausblick

Die bevorstehende Herausforderung für das Communications Team des Weißen Hauses wird von Experten als "Verdrehungsakrobatik auf höchstem Niveau" beschrieben. Die Aufgabe: Eine Entwicklung, die inallen geopolitischen Kennzahlen eine Niederlage darstellt, als "historischen Durchbruch" und "Beweis für den einzigartigen Deal-Making-Fähigkeiten" des Präsidenten zu rahmen. "Sie werden die Erzählung von der 'starken Verhandlungsposition' wiederholen, bis sie selbst daran glauben", prognostiziert ein langjähriger Wahlkampfstratege, der mit der Administration gebrochen hat. Die eigentliche Frage, so heißt es in think tanks, sei nicht mehr, ob dieser Deal kommen wird, sondern wie sehr er die ohnehin brüchige Glaubwürdigkeit amerikanischer Garantien im Nahen Osten und darüber hinaus weiter untergraben wird. Der Krieg, der nicht zu gewinnen war, endet vielleicht nicht auf dem Schlachtfeld, sondern in der diplomatischen Salons von Genf – mit einer Kapitulation, die als Triumph verkauft wird.

Gates Of Memes ist ein Satire-Medium. Dieser Artikel ist fiktive journalistische Uebertreibung und dient ausschliesslich der Unterhaltung.