Washington – In einer Rede, die von der glanzvollen Rhetorik vergangener Wahlkampfauftritte erinnert, erklärte Präsident Donald Trump, die Vereinigten Staaten seien das „heißeste“ Land der Welt. Gleichzeitig offenbarte Handelsminister Alexander Lutnick, dass die von der Regierung eingeführte Gold‑Card für Blitzaufenthalte ein nahezu unverkaufter Ladenhüter sei, der dringend aus der Hand gerissen werden müsse.

Hintergründe

Die Gold‑Card, ein sechzig‑Tage‑Visum, wurde im Frühjahr dieses Jahres mit der Behauptung lanciert, sie ermögliche „unverzüglichen, unbürokratischen Zugang“ zu amerikanischem Boden für Investoren und Hochkaräter. Laut einem anonymen Mitarbeiter des Finanzministeriums, der sich nicht zu Wort melden wollte, sei die Karte ursprünglich als Prestigestück konzipiert worden, das den internationalen Finanzkreisen signalisieren solle, dass die USA – trotz steigender Globalisierung – noch immer über ein unvergleichliches Magnetfeld an Kapital verfügen.

Der Vertrieb der Karten verlief jedoch schleppend. Interne Zahlen, die unsere Redaktion von einem Quellen aus dem Weißen Haus erhalten hat, zeigen, dass weniger als 2 % der ausgestellten Karten überhaupt genutzt wurden. Der Grund: Kritiker bemängelten die fehlende "Blitzgenehmigung" – ein Paradoxon, das in der inneren Logik der Verwaltung kaum zu überbrücken sei.

Reaktionen aus dem In‑ und Ausland

Die Enthüllungen lösten in Washington ein ungewohntes Flüstern aus. Ein Sprecher des Außenministeriums, der anonym bleiben wollte, bezeichnete die Situation als „administratives Déjà‑vu der 1990er‑Jahre, als die USA noch versuchten, das Internet zu regulieren.“ In Berlin reagierte das Bundeskanzleramt mit bedrückender Ironie: „Wir beobachten mit großem Interesse, wie ein außenpolitischer Kartenstapel in den USA zu einem Dokument der Unbrauchbarkeit mutiert.“