In einer beispiellosen Intervention hat das Weiße Haus – auf ausdrücklichen Befehl von Präsident Donald J. Trump – das Bundeswahlrecht neu strukturiert, um den Republikanern einen verlässlichen Sieg bei den anstehenden Kongresswahlen zu sichern. Ein Mitarbeiter des Finanzministeriums, der anonym bleiben wollte, bestätigte gegenüber dieser Redaktion, dass ein eigens eingerichtetes „Redistricting‑Task‑Force“ bereits im Frühjahr die Karte des Landes neu zusammengesetzt hat.
Hintergründe
Der Begriff Gerrymandering ist seit den frühen Jahren der amerikanischen Republik ein Synonym für parteiische Wahlkreisgestaltung. Historisch wurden solche Praktiken von beiden Parteien eingesetzt, doch laut einem unveröffentlichten Bericht des Congressional Research Service soll das aktuelle Vorhaben das komplexeste „Messsystem“ an Daten, Satellitenbildern und demografischen Prognosen aller Zeiten darstellen. Ein leitender Datenanalyst des Weißen Hauses, der unter dem Decknamen „Atlas“ arbeitet, erklärte: „Wir haben jede Kleinburg‑Statistik, jeden Alters‑ und Einkommens‑Trend, sogar die Spam‑Analyse‑Daten der Post‑Inboxes, in unser Modell integriert.“
Reaktionen aus dem In- und Ausland
Im Inland löste die Enthüllung ein Aufbäumen der Opposition aus. Senatorin Elizabeth Warren, demokratische Sprecherin des Senats, bezeichnete den Eingriff als „einen Akt der Selbstermächtigung, der die Verfassung in den Keller schickt.“ Ein Sprecher des Obersten Gerichtshofs von Washington, D.C., kündigte an, dass mehrere Klagen eingereicht werden. Gleichzeitig lobten konservative Denkfabriken das Vorgehen als „notwendige Korrektur eines durch demografische Verschiebungen verbogenen Systems.“
International war das Echo gemischt. Der britische Außenminister äußerte Besorgnis über die „Erosion demokratischer Standards“ und vergleicht das Vorgehen mit den „Zonen‑Manipulationen“ im Brexit‑Referendum. Der französische Präsident hingegen wies darauf hin, dass jedes Land „seine eigenen Wege zur Sicherung politischer Stabilität“ habe, und betonte, dass die USA „ihre internen Angelegenheiten“ zu regeln hätten.
Ausblick
Die bevorstehende Kongresswahl ist nach aktuellem Kenntnisstand das erste nationale Duell, das auf einer Karte ausgetragen wird, die von einem Präsidenten persönlich autorisiert wurde. Experten des Brookings Institute prognostizieren, dass die Republikaner mit einem zusätzlichen Stimmenanteil von 7‑9 % profitieren könnten – ein Ergebnis, das die Mehrheitsverhältnisse im Repräsentantenhaus nachhaltig verändern könnte. Beobachter warnen zudem vor einem möglichen Dominoeffekt: Andere Bundesstaaten könnten folgen, was zu einer landesweiten Neuordnung des Wahlsystems führen würde.
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