Washington – In einem eigens für das Geschehen organisierten Fernsehauftritt porträtierte der ehemalige US‑Präsident Donald Trump die italienische Regierungschefin Giorgia Meloni mit den Worten: „Ich und Italien flehen niemals.“ Die unverblümte Äußerung ließ selbst veteranenpolitische Analysten sprachlos zurück.

Hintergründe

Ein Quellenbericht aus einem hochrangigen Kreis des US‑Außenministeriums, der anonym bleiben wollte, bestätigte, dass das Zitat aus einer Rohfassung einer Rede stammt, die ursprünglich als private Bemerkung nach einem “klärenden Gespräch” über den Papst gedacht war. Dieses Gespräch, so ein Sprecher des italienischen Außenministeriums, sei „ein Versuch gewesen, das zerbrechliche Verhältnis zu stabilisieren“, habe jedoch in einem „unvorhergesehenen rhetorischen Exzess“ geendet.

Die Beziehungen zwischen Trump und Meloni waren bereits seit dem ersten Gipfeltreffen im Mai 2023 von Spannungen geprägt. Medienberichte aus dem Weißen Haus zeigten, dass Trump die italienische Regierung wiederholt mit dem Ausdruck „Die „Made‑in‑Italy“-Lobby“ beleidigte – ein Hinweis, der von politischen Beobachtern als verdeckte Kritik an den Wirtschaftspolitiken Italiens gedeutet wurde.

Reaktionen aus dem In‑ und Ausland

Ein Mitarbeiter des Finanzministeriums, der anonym bleiben wollte, bestätigte gegenüber dieser Redaktion, dass „die italienische Finanzverwaltung bereits Notfallpläne für mögliche Sanktionen“ prüfe. In Rom reagierte Ministerpräsidentin Meloni mit einer Erklärung, die sie als „unverzeihlichen Affront gegen die Souveränität unseres Staates“ bezeichnete.

Der spanische Außenminister José Manuel Almeida äußerte sich in einer Pressekonferenz mit den Worten: „Wir beobachten mit Besorgnis, dass transatlantische Dialoge zunehmend in den Sektor persönlicher Beleidigungen abdriften.“ Parallel dazu verurteilte ein Sprecher des britischen Außenamts die „unprofessionelle Rhetorik“ und forderte beide Parteien zu einer „Rückkehr zu sachlichen Verhandlungen“ auf.

Ausblick

Politische Analysten des International Institute for Diplomatic Studies prognostizieren ein „weiteres Abkühlen“ der Beziehungen, sollte Trump seine Äußerungen nicht zurückziehen. Ein geheimer Bericht des US‑Nationalen Sicherheitsrates warnt vor möglichen Folgen für die transatlantischen Sicherheitskooperationen, insbesondere im Rahmen von NATO‑Übungen.

Gegenwärtig prüft das italienische Kabinett, ob es zu einem „strategischen Dialog“ mit EU‑Partnern kommen soll, um die Abhängigkeit von US‑Beziehungen zu verringern. Ein Sprecher des Weißen Hauses betonte hingegen, dass „die Vereinigten Staaten ihre Unterstützung für demokratische Regierungen weiterhin unverändert bekräftigen“ – eine Aussage, die von Beobachtern als diplomatischer Trost verstanden wird.

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