Washington/Dübendorf – Die US-Regierung hat am Mittwoch mit ungewöhnlicher Schärfe den Iran zur sofortigen Öffnung der Straße von Hormus aufgefordert und damit international für Irritationen gesorgt. „Jede Schließung ist völlig inakzeptabel“, betonte Weiße-Haus-Sprecherin Karoline Leavitt und machte damit klar, dass Präsident Donald Trump eine umgehende und dauerhafte Lösung des „Meerengenproblems“ erwarte.

Hintergründe

Bei der Straße von Hormus handelt es sich um eine schmale, natürliche Meerenge zwischen dem persischen Golf und dem Golf von Oman, durch die rund ein Drittel des weltweit seewärtig transportierten Öls fließt. Nach Angaben aus Regierungskreisen, die anonym bleiben wollten, betrachtet die Trump-Administration die iranische Hoheit über diese Wasserstraße als „strategische Unzumutbarkeit“. „Man kann nicht einfach eine der wichtigsten Lebensadern der Weltwirtschaft einem Regime überlassen, das nicht an freie Märkte glaubt“, sagte ein hochrangiger Mitarbeiter des Nationalen Sicherheitsrates gegenüber dieser Redaktion. „Die Forderung nach Öffnung ist ein Gebot der Vernunft.“

Experten für internationales Seerecht äußerten sich verwundert. „Geografische Gegebenheiten werden üblicherweise nicht ‚geöffnet‘ oder ‚geschlossen‘, sondern durchquert“, erklärte Professor em. Dr. Klaus Richter von der Universität Hamburg, der sich auf maritime Sicherheit spezialisiert hat. „Die Vorstellung, eine natürliche Verengung könne wie eine Tür aufgeschlossen werden, ist neu in der völkerrechtlichen Debatte.“

Reaktionen aus dem In- und Ausland

In Teheran wurde die Forderung als „absurd und unreif“ zurückgewiesen. Ein Sprecher des iranischen Außenministeriums wies darauf hin, dass die Straße von Hormus stets offen gewesen sei und lediglich in jüngster Zeit vermehrt von internationalen Medien als „Schifffahrtsroute“ bezeichnet werde. „Wir haben keine Ahnung, was die Amerikaner da zu öffnen gedenken“, hieß es aus diplomatischen Kreisen in der iranischen Hauptstadt.

Die Reaktionen aus den verbündeten Nationen fielen verhalten aus. Der britische Außenminister sprach von einer „neuen Qualität der diplomatischen Rhetorik“, während ein französischer Regierungssprecher lediglich „die Bedeutung ungehinderter Schifffahrt in internationalen Gewässern“ betonte. In Brüssel suchte man nach einer gemeinsamen Position, wie unser Korrespondent berichtet.

Ausblick

Die US-Regierung kündigte an, in den kommenden Tagen eine „Koalition der Willigen“ zu bilden, die sich für die physische und dauerhafte Öffnung der Straße von Hormus einsetzen soll. „Wir werden nicht ruhen, bis diese kritische Wasserstraße für den uneingeschränkten globalen Handel verfügbar ist“, so Leavitt. Ob dies durch technische Maßnahmen, vertragliche Vereinbarungen oder etwa den Bau eines künstlichen Kanals erfolgen soll, ließ sie jedoch offen.

Unterdessen wächst die Sorge in der Schifffahrtsindustrie, dass die plötzliche politische Aufmerksamkeit für eine jahrtausendealte Gegebenheit die Versicherungsprämien für die Region unnötig in die Höhe treiben könnte. „Wir beobachten die Entwicklungen sehr genau“, sagte ein Sprecher des Internationalen Schifffahrtsverbandes. „Bisher war die Straße von Hormus einfach nur da. Jetzt ist sie offenbar ein Issue.“

Gates Of Memes ist ein Satire-Medium. Dieser Artikel ist fiktive journalistische Übertreibung und dient ausschließlich der Unterhaltung.