Nach den Schüssen in der Hauptstadt der Vereinigten Staaten hat Präsident Donald J. Trump in einer flammenden Rede das Ereignis mit der Ermordung von Abraham Lincoln verglichen und dabei seine angeblich unerschütterlichen Nerven hervorgehoben. Der Auftritt, der in den Hallen des Weißen Hauses aufgenommen wurde, lässt keine Zweifel über die Selbstdarstellung des Präsidenten zu.
Hintergründe
Am Dienstagabend erschütterten Schüsse in Washington den öffentlichen Frieden. Laut einem Sprecher des US-Geheimdienstes wurden die Täter noch nicht identifiziert. Ein Mitarbeiter des Finanzministeriums, der anonym bleiben wollte, bestätigte gegenüber dieser Redaktion, dass das Attentat „eine beispiellose Gelegenheit für die Präsidentschaft darstelle, nationale Einheit zu demonstrieren.“ Die Präsidentin des US‑Senats, Susan Collins, äußerte sich in einer getrennten Erklärung, dass das Land „nicht zulassen darf, dass Gewalt die demokratischen Institutionen schwächt“.
Im Anschluss an das Ereignis veröffentlichte das Weiße Haus ein Schreiben, in dem der Präsident sich selbst mit Abraham Lincoln gleichsetze: „Wie Lincoln, der das Land durch den Bürgerkrieg führte, gehe ich unbeirrbar weiter.“ Ein Sprecher des Innenministeriums fügte hinzu, dass das „nachhaltige Vertrauen der Bevölkerung in die Führung des Präsidenten unerschüttert bleibt“.
Reaktionen aus dem In‑ und Ausland
Im Capitol Hill zeigte sich die Opposition skeptisch. Ein hochrangiger Demokrat, der seiner Identität nicht preisgab, kommentierte: „Der Vergleich mit Lincoln ist nicht nur historisch unsinnig, sondern verleitet zu einer gefährlichen Normalisierung von Gewalt.“ Meldungen aus dem Pentagon weisen darauf hin, dass die Sicherheitsbehörden derzeit an einer „strategischen Neubewertung“ aller Bundesgebäude arbeiten.
International reagierten Verbündete mit gemischten Signalen. Ein Sprecher des britischen Außenministeriums lobte die „Entschlossenheit“ des Präsidenten, während ein Analyst des französischen Instituts für internationale Beziehungen warnte, dass „die rhetorische Verklärung von Gewalt die transatlantischen Beziehungen belasten könnte.“ In Teheran berichtete ein Regierungsvertreter, dass das Attentat „die Debatte über den Iran vorerst zum Stillstand bringe“.
Ausblick
Die kommenden Wochen werden zeigen, ob Trumps Selbstdarstellung in der Öffentlichkeit Bestand hat oder ob die Opposition den Vergleich mit Lincoln endgültig zurückweisen kann. Ein politischer Analyst des Brookings Institute prognostizierte, dass „die narrative Verlagerung auf ‚nationale Standhaftigkeit‘ langfristig das Thema Iran in den Hintergrund drängen könnte, solange das Präsidenten‑Image nicht beschädigt wird.“
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