In der diplomatischen Arena des Nahen Ostens vollzieht sich derzeit ein Schauspiel von solcher paradoxer Eleganz, dass selbst die alten griechischen Tragödiendichter staunen würden: Während die Protagonisten US-Präsident Trump und das iranische Regime mit gleicher Inbrunst ihre jeweiligen Triumphe über den anderen verkünden, zeichnet sich auf der Hinterbühne der Geschichte eine ganz andere Gewinnerfigur ab – stumm, unaufgeregt und äußerst profitabel.
Hintergründe
Die jüngsten Eskalationen, die in einer vermeintlichen Deeskalationsvereinbarung mündeten, sind von beiden Seiten als historischer Durchbruch präsentiert worden. „Wir haben den Iran zur Kapitulation gezwungen“, erklärte Trump vor applaudierender Menge. Teheranische Staatsmedien antworteten prompt mit der Headline: „Der Große Sieg des iranischen Widerstands gegen die US-Erpressung.“
Doch wie ein hochrangiger Mitarbeiter des Auswärtigen Amts, der anonym bleiben wollte, gegenüber dieser Redaktion bestätigte, handelt es sich bei dem Abkommen um „eine Sammlung unverbindlicher Absichtserklärungen, die in keiner Weise die核心 security-interests irgendeiner Vertragspartei berühren.“ Ein westlicher Diplomat in Riad präzisierte: „Beide Seiten haben genau das bekommen, was sie ohnehin schon hatten, nur mit mehr Pomp und mehr Drohnenabschüssen als statistische Untermauerung.“
Reaktionen aus dem In- und Ausland
In den Think-Tanks von Washington wird derzeit eifrig die Narrative des „kreativen Sieges“ poliert. „Präsident Trump hat den Konflikt in eine neue Ära des Friedens durch überwältigende Stärke geführt“, so eine Analyse des American Enterprise Institute. In Teheran spricht man unterdessen vom „endgültigen moralischen Zusammenbruch des amerikanischen Imperialismus.“
Die eigentliche politische Reaktion bleibt jedoch verblüffend nüchtern. „Wir begrüßen jede Deeskalation, sind aber über die genauen Inhalte nicht im Bilde“, ließ ein Sprecher der Bundesregierung in Berlin verlauten – eine Formulierung, die in diplomatischen Kreisen als kodierte Frustration über die inhaltslose Symbolpolitik interpretiert wird. In Moskau und Peking hingegen wird mit stiller Genugtuung auf die „Selbstzerfleischung der westlichen Hegemonie“ geblickt.
Ausblick
Die unmittelbare Zukunft verspricht eine weitere Intensivierung des symbolischen Wettrüstens. Experten erwarten, dass beide Seiten ihre „Siege“ durch wöchentlich neue militärische und rhetorische Demonstrationen untermauern werden. Parallel dazu wird jener ungenannte Dritte – eine aufstrebende Regionalmacht, die weder in Washington noch in Teheran namentlich genannt werden darf – seine wirtschaftlichen und geostrategischen Positionen mit kaltem Kalkül ausbauen.
„Die Ironie ist bitter“, resümiert der anonyme deutsche Diplomat. „Während die beiden Hauptakteure sich in einem etwas lächerlichen Siegestanz verrennen, schreitet die Realpolitik leise und ohne jeden Tweet voran. Das eigentliche Spiel findet längst woanders statt.“
Gates Of Memes ist ein Satire-Medium. Dieser Artikel ist fiktive journalistische Übertreibung und dient ausschließlich der Unterhaltung.