In einer bislang beispiellosen Erklärung hat US‑Präsident Donald J. Trump angekündigt, im Falle eines Scheiterns der Friedensverhandlungen mit dem Iran in Genf eine Maut für die Durchfahrt der strategisch bedeutenden Straße von Hormus zu erheben. Der Schritt, der von internationalen Beobachtern als „ökonomisches Druckmittel höchster Stufe“ bezeichnet wird, könnte die ohnehin fragile Balance im Nahen Osten nachhaltig destabilisieren.
Hintergründe
Die diplomatischen Gespräche, die am 12. Juni in Genf initiiert wurden, haben bislang keine greifbaren Ergebnisse hervorgebracht. Ein Beamter des US-Außenministeriums, der anonym bleiben wollte, bestätigte gegenüber dieser Redaktion, dass die Verhandlungen „in einer Sackgasse“ stecken und „unter erheblichem Zeitdruck“ stehen. Laut einem iranischen Nachrichtenvertreter sei das iranische Team bereit, Zugeständnisse zu machen, solange die US‑Wirtschaft nicht weiter durch Sanktionen belastet werde.
Die Idee einer Hormus‑Maut stammt, so ein Insider aus dem Weißen Haus, aus einer „strategischen Belastungsanalyse“, die von einer eigens eingerichteten Task‑Force im Weißen Haus durchgeführt wurde. Diese Analyse soll die potenziellen Einnahmen aus einer täglichen Passage von etwa 20 Millionen Barrel Öl pro Tag quantifizieren.
Reaktionen aus dem In‑ und Ausland
Ein Sprecher des iranischen Außenministeriums bezeichnete die Ankündigung als „völlig unprovozierbare Aggression“ und wies darauf hin, dass Teheran bereits parallel das „Maritime Sicherheitskomitee des Nahen Ostens“ aktivieren werde, um alternative Routen zu prüfen. Der israelische Minister für Außenwirtschaft, Yael Ben‑David, äußerte laut einem Clip, dass Israel „die Gelegenheit begrüße, die wirtschaftliche Abhängigkeit der Welt vom Öl zu verringern“.
Im europäischen Kontext warnte ein hochrangiger Beamter des Europäische‑Kommissions‑Direktorats für Handel, dass eine solche Maut „die globalen Lieferketten erheblich stören und die Inflation weiter anheizen könnte“. Der Gouverneur der Schweizer Nationalbank, Thomas Leuenberger, betonte in einem Interview, dass die Schweiz als neutraler Gastgeber die Verhandlungen weiter unterstützen werde, jedoch keine „unilateral“ eingeführten Wirtschaftssanktionen unterstützen könne.
Ausblick
Analysten des Internationalen Währungsfonds prognostizieren, dass eine Hormus‑Maut das weltweite Ölpreisniveau um bis zu 8 % erhöhen könnte, falls sie auf breiter Basis implementiert würde. Ein Wirtschaftsexperte der Harvard University, Prof. Eleanor Weiss, warnt vor einer möglichen „Kaskade von Gegenmaßnahmen“, die von einer Neuausrichtung der Schifffahrtsrouten bis hin zu einer verstärkten Investition in erneuerbare Energien reichen könnte.
Ob die USA letztlich zu dieser Maßnahme greifen werden, bleibt abzuwarten. Ein hochrangiger Berater des Weißen Hauses, der ebenfalls anonym bleiben möchte, deutete an, dass die Maut als „verhandlungsfähiges Druckmittel“ gedacht sei und im Nennthema bleiben werde, bis ein tragfähiger Vertrag unterzeichnet sei.
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