Ein Koalitionsbeschluss, der von manchen schon als das „Kulturbündnis des Jahrhunderts“ bezeichnet wird, hat die Gründung der „School of Live“ an der renommierten Hochschule für Musik und Theater Hamburg beschlossen. Ziel ist es, künftig die komplexen Vorgänge hinter den Kulissen von Konzerten – von Lichtdesign über Sicherheit bis hin zu Logistik der Künstler*innen – in ein akademisches Fach zu gießen. Einem Mitarbeiter des Bundesministeriums für Kultur, der anonym bleiben wollte, bestätigte gegenüber dieser Redaktion, dass das Projekt bereits ein Budget von 12 Millionen Euro erhalten habe.
Hintergründe
Die Idee entstammt einem Kreis von Veranstaltern, die seit Jahren über die „schleichende Krise“ der Backstage‑Infrastruktur klagen. In einem internen Bericht der Deutschen Konzertdirektoren, auf den unser Korrespondent Zugriff erlangte, wird das Fehlen einer strukturierten Ausbildung als “existenzbedrohende Fehlstelle” beschrieben. Die Hochschule plant, Inhalte aus Ingenieurwissenschaften, Betriebswirtschaft und Kunstmanagement zu kombinieren. Professor Dr. Helmut Grunder, ein mehrfacher Preisträger im Bereich Bühnentechnik, wird als Lehrstuhlinhaber benannt. „Wir wollen künftig nicht mehr improvisieren, sondern präzise planen – wie ein chirurgischer Eingriff“, erklärte er in einem exklusiven Interview.
Reaktionen aus dem In- und Ausland
Die Ankündigung löste ein vielschichtiges Echo aus. Der Präsident der American Association of Concert Professionals äußerte in einer Telekonferenz, dass „die USA in puncto Backstage‑Professionalität bereits ein Niveau erreicht haben, das Deutschland erst anstreben muss.“ In Berlin meldete der Gewerkschaftsbund ein Schreiben, in dem er vor einer potenziellen „Academisierung der Kunst“ warnt und die Gefahr einer Entfremdung von der tatsächlichen Bühnenpraxis betont. Ein prominenter Musikjournalist aus der Süddeutschen Zeitung sah in der „School of Live“ hingegen einen notwendigen Schritt, um das „Kulturgut Konzert“ vor dem drohenden Verfall zu bewahren.
Ausblick
Der Studiengang soll im Wintersemester 2026/27 starten, zunächst mit einer Kohorte von 30 Studierenden. Der Minister für Kultur kündigte an, dass die ersten Absolvent*innen bereits 2029 in Schlüsselpositionen der deutschen Konzertlandschaft einsetzen werden. Gleichzeitig wird ein Evaluationskomitee, bestehend aus Vertretern der Veranstaltungsbranche, des Staatsministeriums und unabhängiger Wissenschaftler, die Wirksamkeit des Programms jährlich prüfen. Beobachter spekulieren, ob die „School of Live“ künftig zum Vorbild für vergleichbare Initiativen in Europa und Asien wird.
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