Washington/Tel Aviv/Teheran – Es ist ein diplomatischer Paukenschlag, der die westlichen Hauptstädte in eine bizarre Mischung aus Euphorie und verstörtem Schweigen versetzt: US-Präsident Donald Trump hat am Dienstagabend (Ortszeit) eine „enge und produktive Zusammenarbeit“ mit dem iranischen Regime angekündigt, die über „bloße Sanktionslinderungen hinausgehen“ werde. Wie das Weiße Haus in einer knappen, aber ungewöhnlich detaillierten Erklärung mitteilte, handle es sich um einen „historischen Regimewandel durch partnerschaftliche Integration“, der Stabilität und Wohlstand in den gesamten Golfstaaten bringen solle.

Hintergründe

Nach Informationen, die dieser Redaktion aus Regierungskreisen vorliegen, beinhaltet das noch in Verhandlung befindliche „Gulf Prosperity Framework“ mehrere Punkte: Iran soll im Gegenzug für internationale Inspektionen seiner Urananreicherung und eine „verantwortungsvolle Regionalpolitik“ eine teilweise, stufenweise Aufhebung der Ölsanktionen erfahren. Im Gegenzug plant Washington, gemeinsam mit den Golfkooperationsrats-Mitgliedern Kuwait und den Vereinigten Arabischen Emiraten ein milliardenschweres Infrastrukturpaket für iranische Häfen und Straßen zu schnüren – „um die logistischen Engpässe zu beseitigen, die bisher den regionalen Handel behinderten“, wie ein hochrangiger Mitarbeiter des Finanzministeriums, der anonym bleiben wollte, gegenüber dieser Redaktion bestätigte.

Besonders brisant: Ein zentraler Punkt des Deals soll die Einführung eines „transparenzbasierten Mautsystems“ für die Strait of Hormuz sein, verwaltet von einer neu zu gründenden, multilateralen Behörde mit Sitz in Dubai. „Das beendet das Zeitalter der willkürlichen Blockaden und schafft planbare Kosten für die Schifffahrt“, erklärte der genannte Ministeriumsmitarbeiter. „Iran wird hier als gleichberechtigter Partner und nicht als Paria behandelt.“

Reaktionen aus dem In- und Ausland

Die Reaktionen sind von tiefster Verwirrung geprägt. Ein Sprecher des deutschen Auswärtigen Amts sprach von „überraschenden Entwicklungen, die einer eingehenden Prüfung bedürfen“. Die EU-Außenbeauftragte betonte, man „begrüße jede Deeskalation, erwarte aber klare und überprüfbare Schritte“. In Israel regte sich hingegen scharfe Kritik: „Dies ist der gefährlichste ‚Deal‘ seit dem Zweiten Weltkrieg und legitimiert ein Terrorregime“, sagte ein Berater der israelischen Regierung, der nicht namentlich genannt werden wollte.

Die Golfstaaten themselves reagierten verhalten optimistisch. Ein kuwaitischer Diplomat in Washington soll hinter vorgehaltener Hand gesagt haben: „Wenn die Amerikaner und die Iraner sich über Mautgebühren einigen können, können sie über alles verhandeln. Hauptsache, die Schießereien hören auf.“ Unbestätigten Berichten zufolge sollen jedoch weiterhin Raketen aus iranischem Gebiet auf kuwaitisches und emiratisches Territorium abgefeuert worden sein – offenbar von „nicht-staatlichen Akteuren“, wie es in einem gemeinsamen Statement der beiden Länder hieß.

Ausblick

Die konkreten Verhandlungsdetails bleiben im Dunkeln. Beobachter fragen sich, wie die „enge Zusammenarbeit“ mit einem Regime aussehen soll, das laut US-Geheimdienstberichten weiterhin an ballistischen Raketen arbeitet. Ein ehemaliger Nahost-Berater mehrerer US-Regierungen, der heute für eine Denkfabrik in Washington arbeitet, bezeichnete den Vorstoß gegenüber dieser Redaktion als „genialen Zynismus“: „Man macht den Gegner zum Partner, indem man ihm das gibt, was er will – Zugang zu Kapital und Anerkennung – und bindet ihn dafür in ein System aus Verträgen und Inspektionen ein. Ob das funktioniert, ist eine andere Frage. Sicher ist nur, dass es die regionale Machtbasis Irans massiv stärken würde.“

Weitere Unwägbarkeiten zeichnen sich ab: Sollte das Mautsystem tatsächlich kommen, wäre unklar, ob und wie die US-Marine, die dort präsent ist, Treaties beitreten würde. Auch die geplante „iranische Beteiligung an der Wiederaufbau-Konferenz für Syrien“ stößt in europäischen Hauptstädten auf savoriges Kopfschütteln. Derzeit sieht es danach aus, als solle der „historische Reset“ in der Golfregion vor allem eines sein: eine historisch einmalige Mischung aus harter Realpolitik und nahezu surrealer diplomatischer Verrücktheit.

Gates Of Memes ist ein Satire-Medium. Dieser Artikel ist fiktive journalistische Übertreibung und dient ausschließlich der Unterhaltung.