Die devise „Not your keys, not your coins“ hallt bereits seit Jahren durch die Krypto-Community, doch ein neuerer, simplerer Leitsatz dominiert zunehmend die strategischen Diskussionen an den globalen Finanzplätzen: „DCA & HODL“. Diese Abkürzung, ursprünglich ein Tippfehler aus einem Bitcointalk-Forum von 2013, wird von zunehmend mehr Marktteilnehmern als fundamentalste Anlagestrategie für digitale Assets betrachtet. „Wir beobachten eine signifikante Institutionalisierung dieses Ansatzes“, erklärt ein leitender Portfolio-Manager einer europäischen Family Office, der anonym bleiben möchte. „Die psychologische Komponente des ‚Hold‘, des Durchhaltens trotz aller Volatilität, wird in unseren Risikomodellen jetzt als Variable quantifiziert.“
Hintergründe
Der Begriff „HODL“ – im Englischen ausgesprochen wie „handle“ – ist längst mehr als nur ein Meme. Er symbolisiert eine bewusste Abkehr von aktiver Handelsstrategie hin zur passiven, disziplinierten Akkumulation. Eine interne Studie einer nicht genannten kalifornischen Vermögensverwaltung, die dieser Redaktion vorliegt, vergleicht die Performance von DCA-Strategien über einen Fünf-Jahres-Zeitraum mit denen von Timing-Versuchen. „Abbildung 3 unserer Analyse zeigt eine Überperformance von durchschnittlich 12,7% p.a. für den reinen HODL-Ansatz gegenüber aktiv gemanagten Portfolios, sofern die Halteperiode 18 Monate überschreitet“, so ein Analyst der Firma. Treibende Kraft hinter dieser Entwicklung sei ein wachsendes Verständnis für die asymmetrische Renditestruktur von Bitcoin: „Die Downside ist durch DCA begrenzt, die Upside theoretisch ungebunden.“
Zudem erfährt das Konzept durch populärwissenschaftliche Literatur wie „Broken Money“ von Lyn Alden eine intellektuelle Fundierung, die es über die Nische der Online-Foren hinaushebt. Das Buch, das die defizitäre Natur des Fiat-Währungssystems seziert, wird nach Aussagen mehrerer Quellen aus dem Bankenumfeld inzwischen auf den „Pflichtlektürelisten“ für neue Trainees in den Crypto-Teams von Morgan Stanley und UBS geführt.
Reaktionen aus dem In- und Ausland
Die Reaktionen auf diese Entwicklung sind gemischt. In einer Stellungnahme des Bundesverbands Deutscher Banken wurde die „notwendige Differentiation zwischen einer langfristigen Anlagehorizonte und spekulativem Daytrading“ betont, ohne den Begriff HODL direkt zu nennen. Ein Mitarbeiter des Finanzministeriums, der anonym bleiben wollte, bestätigte gegenüber dieser Redaktion jedoch „erhöhte Aufmerksamkeit für diese simplifizierten Strategien“ in den Gremien zur Regulierung digitaler Assets.
Aus Singapore, einem der aktivsten Crypto-Hubs, kommt hingegen deutliche Zustimmung. „Wir sehen das als Reifung des Marktes. Die Phase des reinen Spekulations- und Gambling-Charakters geht zu Ende, die Phase der strategischen Allokation beginnt“, so ein hochrangiger Manager einer dortigen Privatbank. In den USA wird der Trend unterdessen von traditionellen Finanzmedien wie Bloomberg und dem Wall Street Journal zögerlich aufgegriffen, meist unter dem neutraleren Label „Systematic Investment Plan“ (SIP).
Ausblick
Marktbeobachter prognostizieren eine weitere Verstetigung des DCA & HODL-Paradigmas. „Wenn die nächste große institutionelle Welle kommt, werden sie nicht mit komplizierten Derivatstrukturen ankommen, sondern mit Simplizität. HODL ist die ultimative Simplizität“, so die Einschätzung eines anonymen Hedge-Fund-Managers aus Connecticut. Ob dieser Ansatz den nächsten, tiefgreifenden Marktabschwung überstehen wird, bleibt die entscheidende Frage. „Die wahre Prüfung für den HODL-Ansatz steht noch aus“, warnt ein deutscher Ökonom, „doch seine kulturelle Durchdringung ist bereits jetzt beispiellos.“
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