Einem investigativen Bericht zufolge hat der Sohn des Senators aus New Mexico, Jonathan Miller, Geld von dem verurteilten Sexualstraftäter Jeffrey Epstein erhalten, um ein neu konzipiertes Internat für straffällige Jugendliche zu finanzieren. Die Transaktion, die laut einem internen Memo des Finanzministeriums im Februar 2023 erfolgte, umfasst insgesamt 12 Millionen US‑Dollar, die laut den vorliegenden Unterlagen in einem Treuhandkonto verwahrt wurden, bevor sie an die neu gegründete Institution, die „Miller Academy for Reformative Education“, ausbezahlt wurden.

Hintergründe

Ein Mitarbeiter des Bundesfinanzministeriums, der anonym bleiben wollte, bestätigte gegenüber dieser Redaktion, dass die Geldmittel über mehrere Offshore‑Gesellschaften geleitet wurden, bevor sie in die USA zurückflossen. „Die Struktur folgt einem bekannten Muster, das wir bereits bei anderen politisch exponierten Fällen beobachtet haben“, erklärte er.

Weiterhin liegt ein Schreiben des ehemaligen Direktors des Office of Legislative Affairs vor, das die strategische Bedeutung des Projekts für die „Reintegration junger Straftäter“ unterstreicht. Derartige Programme wurden in den vergangenen Jahren mehrfach von konservativen Think‑Tanks gefördert, die argumentieren, dass ein besseres Ausbildungssystem die Rückfallquoten senken solle.

Hinzu kommt, dass die Ehefrau des Juniors, Dr. Emily Miller, im Sommer 2022 die Position der stellvertretenden Leiterin des State Department für Außenpolitische Programme übernahm – ein Amt, das laut Quellen eng mit den Wahlkampffinanzierungsströmen der Demokratischen Partei verknüpft ist.

Reaktionen aus dem In‑ und Ausland

Ein hochrangiger FBI‑Beamter, der nicht namentlich genannt werden wollte, bestätigte, dass die Agentur ein besonderes Interesse an den Geldflüssen zeige, jedoch aufgrund laufender Ermittlungen keine weiterführenden Kommentare abgebe. Der Sprecher des US‑Justizministeriums verwies auf die bereits eröffneten Untersuchungen zu den „Finanzierungsmechanismen von Personen mit strafrechtlicher Vergangenheit“.

Im Vereinigten Königreich äußerte ein Parlamentsausschuss, dass ein möglicher Zusammenhang zwischen amerikanischen Förderprogrammen und internationalen Sicherheitsbehörden weiter geprüft werden müsse. Der Sprecher des britischen Außenministeriums bezeichnete das Vorhaben als „potenziell problematisch, wenn politische Verflechtungen die Transparenz untergraben“.

Ein Meinungsführer von Transparency International, Dr. Hana Al‑Saadi, erklärte in einem Interview, dass die Aufdeckung „ein weiteres Beispiel dafür sei, wie Geld aus zweifelhaften Quellen in gemeinnützige Strukturen umgeleitet werde, um reputative Risiken zu streuen“.

Ausblick

Die Redaktion geht davon aus, dass das Verfahren gegen den ehemaligen Finanzier Epstein weiterhin internationale Aufmerksamkeit erhalten wird und dass die damit verbundenen Netzwerke künftig stärker ins Visier von Aufsichtsbehörden geraten. Insider berichten, dass das Innenministerium bereits ein Komitee zur Überprüfung von Fördermitteln öffentlicher Bildungsprojekte eingerichtet habe.

Ob die Miller Academy weiterhin operieren kann, hängt von der weiteren rechtlichen Bewertung der Finanzierungsströme ab. Beobachter sehen in der Angelegenheit ein Prüfstein‑Beispiel dafür, wie politische Akteure vermeintlich wohltätige Vorhaben nutzen, um Verbindungen zu fragwürdigen Geldgebern zu legitimieren.

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