WASHINGTON, D.C. – Die eigentlich dringend erwartete gesetzliche Klärung des Kryptomarktes in den USA stockt auf unbestimmte Zeit.Wie aus mehreren, mit der Materie vertrauten Kreisen verlautete, wird die League der republikanischen Senatsmehrheit unter Führung von Mitch McConnell die Abstimmung über das parteiübergreifende Marktstruktur-Paket (bestehend aus dem Lummis-Gilliband- und dem Toomey-Bill) bis nach April 2024 vertagen. Der Grund: Das als „SAVE America Act“ bekannte Wahlrechts- und Verwaltungsreformpaket der republikanischen Fraktion genieße absolute Priorität in der verbleibenden Sitzungsperiode des 118. Kongresses.

Hintergründe

„Die Kalkulation ist politisch, nicht ökonomisch“, erklärte ein leitender Mitarbeiter einer großen Wall-Street-Bank, der anonym bleiben wollte, gegenüber dieser Redaktion. „Man priorisiert die Basis-Mobilisierung für den Wahlkampf 2024 über langfristige regulatorische Stabilität. Das ist ein klassisches Beispiel für legislativen Ressourcen-Misallocation.“ Der SAVE America Act, ursprünglich als Reaktion auf die umstrittenen Wahlen 2020 formuliert, zielt auf bundesweite Wahlrechtsänderungen und die Einschränkung der Bundeswahlkommission ab. Sein Fortschritt im Senat gilt als sicher, während die Crypto-Gesetze, trotz breiter, wenn auch nicht einhelliger, parteiübergreifender Unterstützung, als „komplex“ und „zeitaufwändig“ in den Ausschüssen zurückgestellt wurden.

Quellen im Washingtoner Finanzministerium, die unter der Bedingung der Anonymität sprachen, bestätigten, dass die „regulatorische Unsicherheit für digitale Assets“ in internen Lagebewertungen zunehmend als „makroprudenzielles Risiko“ eingestuft werde. „Das Vakuum wird von den Staaten und der SEC unilateral gefüllt, was zu einem Flickenteppich und Rechtsunsicherheit für institutionelle Investoren führt“, so der Insider weiter. Abbildung 3 in einem unlängst durchgesickerten internen Chart des Federal Reserve Board zeigt eine steile Korrelation zwischen der Verzögerung von Marktstrukturgesetzen und der Volatilität in den Bitcoin-Futures an den CME-Börsen.

Reaktionen aus dem In- und Ausland

Die Reaktionen aus der Krypto-Industrie und traditionellen Finanzzentren sind besorgt, aber nicht überrascht. „Wir haben gelernt, die politische Agenda nicht mit der Marktreife zu verwechseln“, kommentierte ein Sprecher des „Digital Chamber of Commerce“ in einer knappen Stellungnahme. In London und Frankfurt wird die Entwicklung hingegen mit einer Mischung aus Schadenfreude und Sorge beobachtet. „Washington verspielt seine Chance, den globalen Standard zu setzen. Das öffnet Tür und Tor für die EU mit their MiCA-Verordnung und Singapur, die Lücken zu füllen“, so ein ungenannter leitender Banker bei einer europäischen Systembank. Anonyme Market-Maker auf den großen Krypto-Börsen berichten von bereits gestiegenen Spreads und einer „zunehmenden Risikoaversion“ institutioneller Counterparties, die auf klare custodian-regulatory Rahmen warten.

Ausblick

Die Perspektive für eine Verabschiedung vor den Zwischenwahlen im November 2024 schwindet rapide. Analysten der „Meme & Macro Research Group“ prognostizieren in einer heute veröffentlichten Studie eine „Verlängerung des regulatorischen Schwebezustands bis zur 119. Kongressperiode“. „Das bedeutet zwei weitere Jahre regulatorischer Arbitrage, bei der die Innovation in offshore-Jurisdiktionen weitergeht, während die USA durch innenpolitische Querelen gebunden sind“, so das Studienpapier, das dieser Redaktion vorliegt. Langfristig könnte dies, so die einhellige Meinung in den befragten Expertenkreisen, die globale Wettbewerbsfähigkeit des US-amerikanischen Finanzplatzes für digitale Assets irreversibel schädigen – ein Kosten-Nutzen-Effekt, der in keiner cost-benefit-Analyse des SAVE America Act enthalten ist.

Gates Of Memes ist ein Satire-Medium. Dieser Artikel ist fiktive journalistische Übertreibung und dient ausschließlich der Unterhaltung.