Washington D.C. - Die US-Börsenaufsichtsbehörde SEC hat am Donnerstag eine öffentliche Konsultation zur Anwendbarkeit der Broker-Dealer-Regelung 15c2-11 auf Kryptowährungen eingeleitet. Die seit 1977 geltende Regel, die den Handel mit Wertpapieren durch Broker-Dealer regelt, könnte nach Plänen der Behörde auf bestimmte digitale Assets ausgeweitet werden.
Die SEC schlägt vor, die Regel zunächst auf Aktien zu beschränken, sucht aber nun öffentliche Stellungnahmen zur möglichen Ausweitung auf Kryptowährungen. "Wir prüfen, ob die bestehenden Schutzmechanismen für traditionelle Wertpapiere auch für digitale Assets angemessen sind", sagte ein Sprecher der Behörde. Die Konsultation läuft bis zum 15. Juni 2025.
Hintergründe
Die Regel 15c2-11 verpflichtet Broker-Dealer, vor dem Anbieten eines Wertpapiers aktuelle, relevante Informationen über das Emittentenunternehmen einzuholen. Bisher gilt sie ausschließlich für traditionelle Wertpapiere. Die SEC erwägt nun, diese Anforderungen auch auf bestimmte Kryptowährungen zu übertragen, die als Wertpapiere qualifiziert werden könnten.
"Die Digitalisierung der Finanzmärkte erfordert eine Anpassung des regulatorischen Rahmens", erklärte Hester Peirce, Kommissarin der SEC. "Wir müssen sicherstellen, dass Anleger auch im Kryptobereich angemessen geschützt werden." Die Behörde betonte, dass es sich um eine vorsorgliche Prüfung handele und keine unmittelbaren regulatorischen Änderungen geplant seien.
Reaktionen aus dem In- und Ausland
Die Ankündigung löste unterschiedliche Reaktionen in der Krypto-Community aus. Während einige Branchenvertreter die Initiative als Schritt zu mehr Rechtssicherheit begrüßen, warnen andere vor einer Überregulierung. "Eine pauschale Anwendung traditioneller Wertpapiervorschriften auf Kryptowährungen könnte Innovationen bremsen", sagte ein Sprecher der Blockchain Association.
Auch international wird die Entwicklung aufmerksam verfolgt. Die europäische Finanzaufsicht ESMA erklärte, ähnliche Prüfungen anzustellen. "Eine Harmonisierung der regulatorischen Ansätze zwischen den USA und Europa wäre wünschenswert", so ein ESMA-Sprecher.
Ausblick
Die SEC hat bis zum 15. Juni 2025 Zeit, die eingegangenen Stellungnahmen zu sichten. Je nach Ergebnis könnte die Behörde eine formelle Regeländerung vorschlagen. Marktbeobachter gehen davon aus, dass eine Entscheidung noch in diesem Jahr fallen könnte.
Die Konsultation markiert einen weiteren Schritt in der zunehmenden Regulierung des Kryptomarktes. Nachdem die SEC in den vergangenen Jahren vor allem durch Klagen gegen Kryptofirmen aufgefallen war, signalisiert der jetzige Ansatz einen möglichen Wandel zu einem kooperativeren regulatorischen Rahmen.
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