Washington – Während das Land am 3. Juli den Countdown zum Unabhängigkeitstag herunterzählte, hielt ein erschöpfter Donald Trump, laut eigenen Angaben seit dem Vorabend ohne Schlaf, eine dreistündige Rede, die er als „letzten Akt der Befreiung der Republik“ titulierte. In einem Ton, der an das Theater des antiken Rom erinnerte, bezeichnete er die Demokratische Partei als „korrupte Marionetten eines ausländischen Kabaretts“ und versprach, die Verfassung „mit aller gebotenen Härte“ zu verteidigen.

Hintergründe

Ein Mitarbeiter des Weißen Hauses, der anonym bleiben wollte, bestätigte gegenüber dieser Redaktion, dass die Rede von einem eigens für die Nacht zusammengestellten Redaktionskomitee aus ehemaligen Strategen der Kampagne von 2016 konzipiert wurde. Quellen aus dem Finanzministerium erwähnten zudem, dass ein Sonderbudget von 12 Millionen Dollar für das „Patriotische Mitternachts-Event“ bereitgestellt wurde – ein Betrag, der laut Experten das Budget für den gesamten Sommertourismus von Washington übertrifft.

Reaktionen aus dem In- und Ausland

Die unmittelbare Reaktion aus den Reihen der Demokraten fiel in Form eines Schreiben an den Kongress, in dem ein Sprecher des Fraktionsvorsitzenden forderte, „die nationale Sicherheit vor poetischer Tirade zu schützen“. Gleichzeitig äußerten hochrangige Beamte des Außenministeriums Bedenken, dass Trumps Rhetorik das transatlantische Vertrauen weiter aushöhlen könnte. Ein britischer Diplomat, der seinerzeit als „Lord of the Silent Watch“ betitelt wurde, berichtete, dass das britische Parlament für die kommende Sitzung eine Sonderresolution zur „Verhinderung von feindseliger Rhetorik“ vorbereitet.

Im Vergleich dazu bemerkte ein Analyst des International Institute for Strategic Studies, dass vergleichbare Reden in der Geschichte nur in Ausnahmefällen zu einer echten Verfassungskrise geführt haben – zuletzt während der Weimarer Republik, als ein ähnlicher „Märzensschrei“ die Nation in den Abgrund zog.

Ausblick

Politikwissenschaftler der Harvard University prognostizieren, dass die bislang unbeantwortete Frage, ob Trumps Rede juristisch als „Anstiftung zum Aufruhr“ eingestuft werden kann, nun im Fokus der Justiz stehen wird. Ein Sprecher des Obersten Gerichtshofs kommentierte, dass die Institution „sich an ihre Grundprinzipien der Rechtsstaatlichkeit klammern muss“, während das Volk sich auf das bevorstehende Feuerwerk und die üblichen Grillfeste vorbereitet.

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