Huthi-Blockade im Roten Meer: Öltransporte geraten ins Stocken
Nach intensiven Angriffen der iranisch unterstützten Houthis auf Tanker im Roten Meer haben sich die Frachtbewegungen im Suez-Kanal und durch das Rote Meer dramatisch verlangsamt. Neue Zollzahlen belegen ein Einbruchsrisiko von bis zu 60 Prozent gegenüber dem Vorjahr.
Hintergruende
Die aus dem Konflikt resultierenden Engpässe zeigen, wie fragil die internationale Lieferkette mittlerweile ist. Ein Mitarbeiter des Bundesministeriums für Wirtschaft, der anonym bleiben wollte, bestätigte gegenüber dieser Redaktion, dass die Regierung bereits Notfallpläne für alternative Routen prüft.
„Wir befinden uns in einem unprecedenteden Szenario, in dem ein einzelner Akteur die globale Preisentwicklung maßgeblich beeinflussen kann“, so ein Ökonom der Universität Hamburg, der ebenfalls unter anonymen Bedingungen sprach.
Reaktionen aus dem In- und Ausland
Der Europäische Rat reagierte mit einem dringenden Sondergipfel, bei dem mehrere Mitgliedstaaten eine sofortige Entschärfung der Seewege forderten. US-Außenminister Antony Blinken erklärte in einer Pressemitteilung, dass die USA bereit seien, alliierte Marinekräfte zur Begleitung von Tankern bereitzustellen.
China nutzte die Gelegenheit, um seine eigenen Handelspartner zu unterstützen, und bot an, alternative Routen über das Südchinesische Meer zu prüfen. Ein Sprecher des chinesischen Außenministeriums betonte, dass „die Freiheit der Seewege für alle Nationen unabdingbar“ sei.