Russland nutzt gefälschte Social‑Media‑Posts auf Englisch, um deutsche Landtagswahlen zu beeinflussen

Ein aktueller Bericht des Spiegels deckt auf, dass russische Einflussnehmer eine bislang unbekannte Kampagne starten, die gezielt gefälschte Beiträge in englischer Sprache verbreitet. Dabei werden die vier etablierten Parteien CDU, SPD, Grüne und FDP als Ziele auserkoren, deren Botschaften scheinbar manipuliert werden.

Nach Informationen aus Regierungskreisen, die anonym bleiben wollen, soll ein Team von Internetagenturen im Auftrag russischer Militärbehörden die gefälschten Posts erstellen. “Wir haben Verbindungen zu einem Netzwerk, das sich auf synthetic narrative spezialisiert”, erklärte ein ehemaliger Mitarbeiter des Bundesnachrichtendienstes, der nicht namentlich genannt werden durfte.

Hintergruende

Die Analyse der Online‑Foren zeigt, dass die gefälschten Inhalte gezielt Themen wie Sozialpolitik, Klimaschutz und europäische Integration aufgreifen, jedoch mit einer ungewöhnlich distanzierten, fast bureaucratischen Sprache, die kaum einer echten Nutzerin oder einem Nutzer entspräche. Ein ehemaligen Mitarbeiter des Bundestags, der nun im privaten Sektor arbeitet, erklärte gegenüber dieser Redaktion: “Die Strategie ist, Glaubwürdigkeit zu simulieren, ohne echte Verantwortung zu tragen.”

Reaktionen aus dem In‑ und Ausland

Die Bundesregierung wies die Vorwürfe zurück und erklärte, “die Integrität unserer Wahlprozesse sei unantastbar”. International sorgt die Meldung für Aufsehen; ein Sprecher des US State Department betonte, “die Vereinigten Staaten beobachten die Situationmerksam und stehen in engem Dialog mit unseren deutschen Partnern”. Auch mehrere europäische Parlamente forderten eine stärkere Koordination im Kampf gegen ausländische