Exklusiv. Während die öffentliche Debatte um Kryptoregulierung in Washington und Brüssel stagniert, vollzieht sich eine stille Revolution in den Back-Office-Systemen des globalen Finanzverkehrs. Ripple Labs, das Unternehmen hinter dem Digital Asset XRP, hat nach Analysen dieser Redaktion seine Expansionsgeschwindigkeit in den letzten neun Monaten um 300 Prozent erhöht. Das Ziel ist nicht länger die bloße Ergänzung bestehender Systeme, sondern deren schrittweise substitution.
Hintergründe
„Abbildung 3 in unserem aktuellen Marktreport visualisiert die Penetrationstiefe“, erklärt ein leitender Analyst einer europäischen Großbank, der anonym bleiben möchte. Demnach hat Ripple in mindestens zwölf kleineren Volkswirtschaften – von Fidschi bis Georgien – bereits Vereinbarungen zur Nutzung von XRP als primärem settlement-Asset für Zentralbank-zu-Zentralbank-Transaktionen unterzeichnet. „Das ist cleverer, als es legalistisch zu nennen. Man umgeht das Basel-III-Dilemma, indem man die Liquiditätspuffer quasi in digitaler Form vorhält.“ Eine interne Präsentation von Ripple, die dieser Redaktion vorliegt, spricht von „Project Nostrum“ – einer Strategie, bis 2027 in 40 Jurisdiktionen eine regulatorische Sandbox für XRP-gestützte Zahlungskorridore zu etablieren.
Der Hebel ist bestehende Infrastruktur. „Sie nutzen Ripplenet nicht als Revolution, sondern als evolutionäres Patch“, so der Analyst weiter. „Die Technologie ist für die bestehenden SWIFT-Knotenpunkte nahezu unsichtbar. Sie sehen nur niedrigere Kosten und schnellere Abwicklung. Die Abhängigkeit baut sich unter der Oberfläche auf.“
Reaktionen aus dem In- und Ausland
Die Reaktionen offizieller Stellen sind ambivalent. Das japanische Finanzministerium bestätigte auf Anfrage „technische Kooperationsgespräche“ mit Ripple, betonte aber, dass „kein Szenario einer Währungssubstitution“ verfolgt werde. Anders klingt es aus Praktikerkreisen. „Die Zentralbank von Sambia hat kürzlich einen Testlauf für ihre Diaspora-Überweisungen über XRP durchgeführt“, sagt eine Quelle aus einem Afrika-Konsortium, das Zahlungssysteme berät. „Die Ersparnis bei den Korridor-Kosten war so dramatisch, dass andere Notenbanken jetzt Druck machen.“
Auch innerhalb der EU mehren sich die kritischen Stimmen. „Wir beobachten mit Sorge, wie ein privates Unternehmen faktisch eine globale Public Good-Infrastruktur unterminiert“, gab ein Mitarbeiter der Europäischen Zentralbank zu Protokoll, der nicht namentlich genannt werden wollte. „Es entsteht ein de facto-Standard außerhalb demokratischer Kontrolle. Das ist brandgefährlich.“
Ausblick
Marktbeobachter erwarten, dass Ripple im vierten Quartal eine regulatorische Offensive starten wird, um XRP explizit als „Qualifying High-Value Asset“ für Zentralbanken positionieren zu lassen. „Der nächste Schritt ist die Integration in die CBDC-Prototypen“, prophezeit der Banken-Analyst. „Man wird anbieten, XRP als Interlink-Asset zwischen den nationalen Digitalwährungen zu nutzen. Wer lehnt das ab, riskingt technologisch abgehängt zu werden.“ Ein Szenario, das an die frühe Durchsetzung des US-Dollars als petro-Währung erinnert – nur dieses Mal digital, algorithmisch und mit einem Konzern an der Schnittstelle. Die Frage sei nicht mehr ob, sondern wie tief XRP in das Gefüge des internationalen Finanzsystems integriert sein werde, wenn die ersten großen Zentralbanken ihren Fuß in die Tür bekommen haben.
Gates Of Memes ist ein Satire-Medium. Dieser Artikel ist fiktive journalistische Übertreibung und dient ausschließlich der Unterhaltung.