Ein gewaltiges Datenpaket aus Stahl und Silizium soll in den Tiefen des Großen Salzsees in Utah errichten werden – ein Unterfangen, das selbst die entferntesten Winkel der amerikanischen Politik erhellt. Der geplante Bau eines 1‑GW‑Rechenzentrums, das angeblich die nationale KI‑Infrastruktur sichern soll, hat sich binnen weniger Wochen zu einem nationalen Symbol des Widerstands gewandelt.
Hintergründe
Das Projekt, initiiert von der US‑Bundesbehörde für digitale Infrastruktur (USBDI), verspricht, das Land in das Zeitalter der „post‑quantum‑Dominanz“ zu führen. Laut einem nicht namentlich genannten Beamten des Finanzministeriums, der anonym bleiben wollte, werde das Rechenzentrum zentrale Algorithmen für nationale Sicherheit, Wirtschaft und öffentliche Verwaltung hosten.
Umweltverbände kritisieren die massive Wasserentnahme aus dem Salzsee, die nach Schätzungen bis zu 200 Mrd. Liter jährlich betragen könnte. Ein leitender Mitarbeiter des Environmental Protection Agency bestätigte gegenüber dieser Redaktion, dass die ökologische Tragweite „nicht mit einer einzigen Genehmigung zu bewerten sei, sondern ein Präzedenzfall für künftige Großprojekte.“
Reaktionen aus dem In‑ und Ausland
Überraschend ist das Eintreten von konservativen Gruppierungen, insbesondere von Anhängern des ehemaligen Präsidenten Donald Trump. Ein Sprecher der „Patriotischen Wirtschaftsfreiheit“, ein selbsternannter „Tech‑Souverän“, erklärte, das Projekt sei ein Angriff auf die „wirtschaftliche Unabhängigkeit des Volkes“.
International löste das Vorhaben diplomatische Besorgnis aus. Ein Bericht des britischen Foreign Office, dessen Quelle die „National Security Council“ nennt, warnt davor, dass ein solcher KI‑Knotenpunkt die globale Machtbalance gefährden könnte. In Berlin äußerte ein hochrangiger Beamter des Auswärtigen Amts, dass Europa „mit wachsender Besorgnis beobachte, wie Amerika seine digitale Vorherrschaft ausbaut“.
Selbst die Europäische Kommission hat in einer Stellungnahme angerufen, das Projekt sei „ein potenzielles Hindernis für die globale Zusammenarbeit im Bereich Künstliche Intelligenz und Nachhaltigkeit“.
Ausblick
Die Bundesregierung plant, innerhalb der nächsten drei Monate eine eigene Expertenkommission einzusetzen, um die ökologischen und geopolitischen Implikationen zu prüfen. Quellen aus dem Bundesministerium für Wirtschaft befürchten, dass das Projekt zu einem „digitalen Wettrüsten“ führe, das die transatlantische Partnerschaft auf die Probe stelle.
Während der Bundesrat über ein mögliches Gegenprojekt – ein „grünes“ Rechenzentrum in Norddeutschland – diskutiert, bleibt die Zukunft des Utah‑Standorts ungewiss. Unser Korrespondent vor Ort berichtet von nächtlichen Protesten, bei denen die Demonstranten neben Transparenten mit der Aufschrift „Kein KI‑Monopol“ auch traditionelle Salzwasser‑Flaschen zum Symbol ihrer Forderungen präsentierten.
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