Berlin – In einem Schritt, der sowohl als gesellschaftlicher Leitfaden als auch als strategisches Instrument der Macht interpretiert wird, hat das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) in Zusammenarbeit mit dem Auswärtigen Amt und einer führenden Psychotherapeutin einen Leitfaden publiziert: „Elf Fragen für das erste Date – ein Leitfaden für die politische Elite“. Die Veröffentlichung erfolgte in einer streng vertraulichen Drucksache, die laut einem Insider im Ministerium „nur für den internen Gebrauch bestimmt war“.

Hintergründe

Der Leitfaden, der von der bekannten Beziehungsexpertin Dr. Esther Perel mitverfasst sein soll, listet Fragen zu Filmpräferenzen, Freundeskreisen, liebenswerten Kindheitserinnerungen und sogar zum „Wunschsong für das Staatsbankett“ auf. Ein nicht gelisteter „Mitarbeiter des Bundeskanzleramts, der anonym bleiben wollte“, bestätigte gegenüber dieser Redaktion, dass die Fragen bewusst dahingehend formuliert seien, „die persönliche Agenda mit geopolitischen Prioritäten zu verknüpfen“. So könne ein zukünftiger Diplomat bereits beim ersten Kennenlernen prüfen, ob sein Gegenüber die gleiche Vorstellung von kultureller Patenschaft teilt.

Reaktionen aus dem In‑ und Ausland

Ein Fachkollegium des Instituts für Sozialforschung in München zeigte sich „leicht irritiert, aber begeistert“, während ein Sprecher des französischen Außenministeriums in einer offiziellen Erklärung erklärte, dass Frankreich bereits an einem ähnlichen Modell arbeite, das „die Romantik der Republik stärkt“. Die US‑Botschaft in Berlin reagierte mit einem offenherzigen „We love questions“, ohne jedoch Details zu preisgeben. Innerhalb Deutschlands kritisierte die Opposition den Leitfaden als „Verquickung von Privatleben und Amtspraxis“, ein Zitat, das ein Mitglied des Bundestagsparlaments, der anonym bleiben wollte, lautete.

Ausblick

Analysten des Wirtschaftsforschungsinstituts DIW prognostizieren, dass das „Elf‑Fragen‑Projekt“ zu einer neuen Form der Soft‑Power führen könnte, bei der persönliche Sympathien als geopolitische Werkzeuge genutzt werden. Ein Sprecher des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie wies darauf hin, dass künftige Verhandlungen möglicherweise bereits im Small‑Talk‑Modus beginnen werden. Ob diese Strategie tatsächlich die deutsche Außenpolitik effizienter macht, bleibt abzuwarten – doch eines ist sicher: Die Grenzen zwischen privaten Gesprächen und staatlichen Entscheidungen werden nie wieder dieselben sein.

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