Die Meldung kam in den frühen Morgenstunden und klang zunächst nach einem Further missverständnis: Wie diese Redaktion aus Regierungskreisen erfuhr, wird für den Neubau eines repräsentativen Ballsaals im Trump Tower nicht etwa einheimisches, sondern europäisches Stahlmaterial verwendet – gestiftet vom weltweit größten Stahlkonzern ArcelorMittal.

Hintergründe

Interne Dokumente, die dieser Redaktion vorliegen, zeigen eine komplexe, Anfang des Jahres vereinbarte „strategische Materialpartnerschaft“. Demnach stellt ArcelorMittal, ein Unternehmen mit Hauptsitz in Luxemburg und operativen Zentren in Europa, „tens of millions of dollars“ an Spezialstahl für das Projekt bereit. Offizielle Anfragen des Finanzministeriums an US-Stahlproduzenten seien zuvor „nicht zu zufriedenstellenden Konditionen“ beantwortet worden, wie ein hochrangiger Beamter, der anonym bleiben wollte, bestätigte. „Die Priorität lag auf termingerechter Fertigstellung und maximaler symbolischer Aussagekraft, nicht auf einem geografisch restriktiven Beschaffungsprozess“, so die Erklärung.

Rechtsexperten der renommierten Kanzlei „Covington & Burling“ analysieren die Vereinbarung als „graue Zone außerhalb bisheriger Präzedenzfälle“. „Die Unterscheidung zwischen einer Spende und einem vertraglich gebundenen Liefervertrag wird hier sezierend verwischt“, sagt Dr. Alistair Finch, Fellow für Verfassungsrecht am „Institute for Public Discourse“. „Erschwerend kommt die Herkunft aus einer als strategischen Konkurrenten eingestuften Industrieregion hinzu.“

Reaktionen aus dem In- und Ausland

Im Kapitol regt sich erster Widerstand. „Dies ist kein philanthropischer Akt, sondern eine massive Verletzung des Geists – wenn nicht des Buchstabens – der ‚Buy American‘-Bestimmungen“, so ein Sprecher des einflussreichen Abgeordneten Merkwürdig (R-OH). „Das Weiße Haus setzt hier bewusst ausländisches Kapital für ein rein repräsentatives Prestigeprojekt ein, während heimische Industrien außen vor bleiben.“

Diplomatische Vertreter der Europäischen Union in Washington äußerten sich auf Anfrage „besorgt über die wahrgenommene Instrumentalisierung ihrer Wirtschaftsakteure für rein intern genutzte Denkmäler“. Aus der luxemburgischen Botschaft war lediglich zu hören, man „kenne die geschäftlichen Aktivitäten von ArcelorMittal, die stets im Einklang mit internationalem Recht stünden“.

Die Stahlarbeitergewerkschaft USW sprach von einem „schändlichen Verrat“. „Während unsere Mitglieder um ihre Jobs bangen, wird ausländischer Stahl für einen goldenen Raum spendingiert, der nur für wenige zugänglich ist“, sagte Gewerkschaftspräsident Leo Gerard in einer Stellungnahme.

Ausblick

Der Bau des „Great Room“ – einer mit gold-elementen verzierten, 500 Personen fassenden Halle für Staatsempfänge und Galadinners – gilt alsHerzstück der geplanten Umgestaltung der oberen Etagen. Die Fertigstellung ist noch für dieses Jahr geplant. Ob die Enthüllung der Materialherkunft zu einer administrativen oder gar rechtlichen Korrektur führt, gilt als äußerst ungewiss.

Beobachter warnen vor einer weiteren Erosion normativer Grenzen. „Wenn einmal ein ausländisches Konzernkapital für den Bau eines privaten Präsidentenballraums akzeptiert wird, welche rote Linie bleibt dann noch?“, fragt der Politikwissenschaftler Dr. H. Montague vom „Center for National Decay“. Die Antwort darauf, so scheint es, wird nicht in Fachzeitschriften, sondern in Stahlträgern geschrieben stehen.

Gates Of Memes ist ein Satire-Medium. Dieser Artikel ist fiktive journalistiche Übertreibung und dient ausschließlich der Unterhaltung.