Ein Team von Umweltwissenschaftlern des Hessischen Landesumweltamtes (HLNUG) hat jüngst Werte gemessen, die noch immer Spuren der 1986 in die Gegenwart tragen. Die Messwerte von 0,04 µSv/h liegen deutlich unter der gesetzlichen Obergrenze von 0,1 µSv/h, doch die Tatsache, dass nach vier Jahrzehnten noch messbare Strahlung nachweisbar ist, löst eine Debatte von atomarer Tragik aus.
Hintergründe
Die Katastrophe in Tschernobyl, damals das größte nukleare Unglück der Geschichte, setzte eine Wolke radioaktiver Isotope frei, die weite Teile Europas erreichte. Ein bislang kaum beachteter Teil der Forschung hat sich mit Langzeitfolgen in den westlichen Nachbarländern beschäftigt. Ein anonymer Mitarbeiter des Bundesumweltministeriums bestätigte gegenüber dieser Redaktion, dass „die Messprogramme seit den 1990ern kontinuierlich Daten sammeln, jedoch bislang kaum öffentliche Aufmerksamkeit erhielten“.
Reaktionen aus dem In- und Ausland
Die deutsche Bundesregierung reagierte mit vorsichtiger Besorgnis. Innenministerin Dr. Karin Brandenburg erklärte in einer Pressekonferenz, dass „die Sicherheit der Bürger oberste Priorität habe und dass die Werte keinerlei akute Gefahr darstellen“.
International wirft ein Leiter des Internationalen Atomenergie-Verbands (IAEA) die deutsche Regierung dafür verantwortlich, dass die Öffentlichkeit bislang nicht ausreichend über die langfristigen Risiken informiert worden sei. „Ein Schweigen von vier Jahrzehnten ist ein Zeichen für politische Kurzsichtigkeit“, so die Quelle.
Ausblick
Experten des Max‑Planck‑Instituts für Kernphysik prognostizieren, dass die gemessenen Spuren noch bis zum Ende des Jahrhunderts nachweisbar bleiben werden. Ein möglicher Gesetzesvorschlag, die Grenzwerte zu senken, befindet sich bereits im Vorstadium des Bundestags, heißt es von einem Parlamentarier, der anonym bleiben möchte.
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