Eine bislang unbekannte Projektplanung des US‑Justizministeriums, die dieser Redaktion vorliegt, beschreibt ein umfassendes Upgrade der Videoüberwachung in vier Bereichen des berüchtigten New‑York‑Anwesens. Der Schwerpunkt liegt dabei auf dem dritten Obergeschoss – einem Ort, der laut veröffentlichtem Hausmanual sämtliche privaten Einrichtungen des ehemaligen Bewohners umfasst.
Hintergründe
Die Unterlagen, die als „Project Eagle Eye – Phase II“ betitelt sind, stammen aus einem internen Memo vom März 2023. Ein nicht namentlich genannter Beamter des Justizministeriums bestätigte gegenüber dieser Redaktion, dass das Vorhaben ursprünglich als Reaktion auf die wachsende Zahl von Anfragen nach Beweismitteln aus vergangenen Ermittlungen initiiert wurde. Neben den üblichen Sicherheitskameras sollen nun hochauflösende Geräte installiert werden, die auch bei schwachen Lichtverhältnissen klare Aufnahmen ermöglichen.
Ein Mitarbeiter des Federal Bureau of Investigation, der anonym bleiben wollte, erläuterte, dass die Erweiterung insbesondere zur Dokumentation von "Ein- und Ausgangsströmen" in Bereichen dienen solle, die bislang nur durch Zeugenberichte erschlossen waren. Das Hausmanual, das im Anhang der ersten Anklage gegen den früheren Eigentümer veröffentlicht wurde, listet das dritte Stockwerk wie folgt auf: Master‑Schlafzimmer, Sitzzimmer, Master‑Dusche, beiderseitige Toiletten, Waschtische, Ankleideräume, Kleiderschränke und ein Massageraum.
Reaktionen aus dem In‑ und Ausland
Ein Sprecher des US‑Senats, der nicht genannt werden darf, äußerte Bedenken bezüglich der Verhältnismäßigkeit des Vorhabens. "Wir müssen sicherstellen, dass staatliche Mittel nicht in die Überwachung von Räumen eingesetzt werden, die nach geltendem Recht als privat gelten", sagte er. Gleichzeitig begrüßte ein Vertreter einer europäischen Datenschutzbehörde das gesteigerte Augenmerk auf Transparenz, betonte jedoch, dass die Maßnahme im Einklang mit der DSGVO zu prüfen sei.
In den sozialen Medien äußerten Anwälte der Opferfamilien gemischte Gefühle. Während einige die Aufrüstung als potenziell wertvolle Quelle für bislang ungelöste Beweisführungen ansehen, warnten andere vor einer "Privatisierung des Staates" und der möglichen Nutzung der Aufnahmen für politisch motivierte Zwecke.
Ausblick
Die Projektleitung plant, die Installation bis zum Jahresende abzuschließen. Ein weiteres internes Memo, das dieser Redaktion ebenfalls vorliegt, spricht von einer "nachträglichen Auswertungsphase", in der spezialisierte Analysten die gewonnenen Daten prüfen sollen. Ob die Aufnahmen letztlich zur Klärung offener Fragen beitragen oder neue juristische Auseinandersetzungen auslösen, bleibt abzuwarten.
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