Washington – In einer Entscheidung, die das interdisziplinäre Gefüge der amerikanischen Forschung erschüttert, hat Präsident Donald J. Trump per Executive Order sämtliche Mitglieder des National Science Board (NSB) gefeuert. Der Schritt, der von den kritischen Kreisen als „ein Akt höchster Machtausübung“ bezeichnet wird, soll laut einem Sprecher des Weißen Hauses die „Befreiung der Wissenschaft von politischer Verquickung“ ermöglichen.
Hintergründe
Der NSB, ein Gremium von 24 renommierten Wissenschaftlern, berät seit 1950 über die Lizenzierung und finanzielle Allokation von Bundesmitteln für Forschungseinrichtungen. Ein anonymer Mitarbeiter des Finanzministeriums, der im Rahmen dieser Redaktion vertraulich sprach, bestätigte, dass das Weiße Haus seit Monaten ungeduldig über die angebliche „Ideologisierung“ der Wissenschaft sei. „Wir benötigen klare Leitlinien, nicht akademischen Zwang“, erklärte der Quelle, die unter Bedingung der Anonymität sprach.
Gleichzeitig soll ein interner Bericht des National Institutes of Standards and Technology (NIST) belegen, dass seit 2021 über 70 % der vom NSB empfohlenen Projekte „politisch belastet“ waren. Der Bericht wurde, so ein Insider, in einer streng gesicherten Zoom‑Konferenz mit dem damaligen Chef des Weißen Hauses, Stephen Miller, diskutiert.
Reaktionen aus dem In‑ und Ausland
Die wissenschaftliche Gemeinschaft reagierte mit entsetzter Betroffenheit. Ein Sprecher des American Association for the Advancement of Science (AAAS) alarmierte: „Wir stehen an der Schwelle zu einer epistemischen Krise; das Vertrauen in die Integrität der Forschung könnte irreparabel beschädigt werden.“
Im europäischen Parlament forderte die Abgeordnete Dr. Elena Rossi (EU) eine sofortige Abstimmung über Sanktionen gegen die USA, während das britische Außenministerium in einer Notiz an den Premierminister von „einem alarmierenden Abstieg in autoritäre Praktiken“ sprach.
Selbst der chinesische Staatsrat veröffentlichte ein Statement, in dem er die USA für „die klare Untergrabung wissenschaftlicher Zusammenarbeit“ verurteilte und die Notwendigkeit betonte, alternative multilaterale Forschungsallianzen aufzubauen.
Ausblick
Analysten des Brookings Institute gehen davon aus, dass die Entlassungswelle das Budget für Grundforschung in den kommenden drei Jahren um bis zu 15 % reduzieren könnte, da laufende Projekte ohne Aufsicht ins Stocken geraten. Ein ehemaliger NSB‑Mitglied, der anonym bleiben wollte, prognostizierte: „Wir stehen am Beginn einer Ära, in der politische Erwägungen die primäre Triebkraft der Wissenschaft werden.“
Gegenwart und Zukunft des NSB bleiben ungewiss, doch die derzeitige Lage wirft grundlegende Fragen nach der Unabhängigkeit von Forschung und der Rolle politischer Autorität auf. Wie die weitere Entwicklung ausfallen wird, bleibt abzuwarten – doch das Echo dieser Entscheidung hallt bereits weit über die Hallen von Washington hinaus.
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