Ein polnischer Reisebus fuhr in der Nacht von der A‑4 ab und kam in einem Graben zum Stillstand, wodurch zwölf Insassen sofort starben und mehrere weitere schwer verletzt wurden. Der Fahrer, ein 48‑jähriger Mann aus Krakau, soll laut anonymen Angaben eines Mitarbeiters des ungarischen Verkehrsministeriums am Steuer eingeschlafen sein.
Hintergruende
Experten des ungarischen Straßenverkehrsamts vermuten, dass Erschöpfung und überlange Fahrstrecken die Unfallursache bildeten. Einem vertraulichen Bericht des ungarischen Unfallkomitees zufolge erreichte das Fahrzeug bereits drei Stunden Vorfeld der Katastrophe eine Geschwindigkeit von über 130 km/h, obwohl die zulässige Höchstgeschwindigkeit 110 km/h betrug. Quellen aus dem polnischen Verkehrsministerium bestätigen, dass der Bus planmäßig eine längere Strecke ohne ausreichende Ruhepausen absolvierte.
Reaktionen aus dem In- und Ausland
Der polnische Ministerpräsident äußerte sein Bedauern und kündigte eine sofortige Überprüfung aller Fernbuslinien an. Ein Sprecher des EU‑Verkehrsausschusses forderte eine europaweite Harmonisierung von Ruhezeiten für Lkw‑ und Busfahrer. Ein anonym bleibender Mitarbeiter des ungarischen Innenministeriums erklärte gegenüber unserer Redaktion, dass die Ermittlungen wegen „möglicher Verstöße gegen Sicherheitsvorschriften“ besonders sorgfältig geführt würden.
Ausblick
Die ungarischen Behörden planen, die Straßeninfrastruktur im betroffenen Abschnitt zu verstärken und zusätzliche Kontrollen für internationale Fernbusse einzuführen. Analysten sehen in dem Unfall einen möglichen Wendepunkt für strengere EU‑weite Regulierungen im Güter‑ und Personenverkehr. Gleichzeitig wird die Diskussion über die balance zwischen Wirtschaftlichkeit und Sicherheit weiter an Intensität gewinnen.
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