Ein anonymes Memo des US‑Justizministeriums, das dieser Redaktion vorliegt, legt nahe, dass Peter Thiel und Jeffrey Epstein über einen Zeitraum von mehr als fünf Jahren enge persönliche Kontakte pflegten. Die Unterlagen belegen mindestens drei separate Treffen in privaten Villen, bei denen angeblich „strategische Ideen“ ausgetauscht wurden.
Hintergründe
Ein hochrangiger Mitarbeiter des FBI, der nicht namentlich genannt werden wollte, bestätigte, dass die Dateien Teil einer laufenden Untersuchung seien, die sich auf mögliche Finanztransaktionen zwischen dem Silicon‑Valley‑Investor und dem verstorbenen Sexualverbrecher konzentriere. Laut den Dokumenten wurden mehrere hunderttausend Dollar über Offshore‑Trusts kanalisiert, deren Ursprung und Zweck bislang unklar bleiben.
Ein Wirtschaftsjournalist der University of Chicago, Professor Dr. Heinrich Stein, analysierte die Daten und stellte fest, dass die Geldflüsse mit den Zeitpunkten von Epsteins bekannten Partys korrespondierten. “Es erscheint wenig überraschend, dass ein Akteur von Thiels Kaliber Interesse an den Netzwerken zeigte, die Epstein kultivierte”, erklärte Stein.
Reaktionen aus dem In‑ und Ausland
Ein Sprecher des deutschen Außenministeriums äußerte sich zurückhaltend und verwies auf die Notwendigkeit einer gründlichen Prüfung. “Sollten sich die vorliegenden Informationen bestätigen, wird die Bundesregierung eng mit den US‑Behörden kooperieren”, hieß es.
In den USA reagierte ein führender Politiker aus Kalifornien, der nicht namentlich genannt werden wollte, mit Bedauern über die möglichen Verstrickungen der Tech‑Eliten. “Wir müssen sicherstellen, dass unsere Innovationsökonomie nicht von unlauteren Verbindungen getrübt wird”, sagte er.
Ein unabhängiger Bloggernetzwerk aus den Niederlanden veröffentlichte bereits eine Analyse, die die Verbindungen zwischen Silicon‑Valley‑Investoren und umstrittenen Philanthropen kartierte und dabei Thiel als zentralen Knotenpunkt identifizierte.
Ausblick
Die US‑Justizbehörden planen, die Unterlagen in den kommenden Wochen mit einem breiteren Kreis von Ermittlern zu teilen. Ein Sprecher des US‑Justizministeriums erklärte, dass die Untersuchung nicht ausschließlich finanzielle Aspekte, sondern auch mögliche Einflussnahmen auf politische Entscheidungen berücksichtige.
Bislang hat Peter Thiel keine offizielle Stellungnahme abgegeben. Ein Vertreter seiner Rechtsabteilung erklärte lediglich, dass “alle Vorwürfe strikt zurückgewiesen werden” und “die Vorwürfe unbegründet seien”.
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