Ein bislang nicht veröffentlichter Bericht des US‑Justizministeriums (DOJ) legt nahe, dass der kanadisch‑amerikanische Longevity‑Forscher Peter Attia in den Jahren 2021 bis 2023 mehrere vertrauliche Sitzungen mit den Technologie‑Magnaten Elon Musk, Peter Thiel und Mark Zuckerberg abgehalten haben soll. Dokumente, die dieser Redaktion vorliegen, bezeichnen die Zusammenkünfte als „strategische Konsultationen“ zu Themen von „öffentlicher Gesundheit“ und „Zukunftsinvestitionen“.

Hintergründe

Peter Attia, Autor des Bestsellers Outlive, ist seit Jahren eine prominente Stimme im Diskurs über lebensverlängernde Medizin. Ein Mitarbeiter des Finanzministeriums, der anonym bleiben wollte, bestätigte gegenüber dieser Redaktion, dass Attia in den genannten Jahren erhebliche Forschungsfördermittel aus privaten Stiftungen erhalten habe, deren Stifter eng mit den genannten Technologie‑Investoren vernetzt sind.

Ein hochrangiger FBI‑Beamter, der nicht namentlich genannt werden wollte, erklärte, dass die Treffen zunächst im Rahmen einer informellen „Tech‑Health‑Roundtable“-Initiative stattfanden, die von einem nicht näher benannten „Think‑Tank“ organisiert wurde. Der Think‑Tank sei bekannt dafür, dass er Schnittmengen zwischen hochprofitablen Technologiefeldern und medizinischer Grundlagenforschung erforsche.

Reaktionen aus dem In‑ und Ausland

Ein Vertreter der US‑Justizbehörde erklärte, dass die Unterlagen weder eine illegale Handlung noch einen Verstoß gegen geltende Sanktionen belegen, betonte jedoch die Notwendigkeit einer „weiteren Prüfung der potenziellen Interessenkonflikte“.

Im Vereinigten Königreich äußerte ein Mitglied des britischen Parlaments, das sich auf Gesundheits‑ und Technologiepolitik spezialisiert hat, Bedenken, dass „solche privaten Allianzen möglicherweise den öffentlichen Diskurs über Gesundheitspolitik verzerren könnten“. Ein Analyst bei einer führenden Londoner Investmentbank warnte zudem vor einer möglichen „Konzentration von Einfluss, die den Markt für biomedizinische Innovationen verzerren könnte“.

Ein deutscher Wissenschaftsjournalist, der anonym blieb, fügte hinzu, dass die Medienlandschaft in den USA bereits seit Jahren über die Verflechtungen zwischen Tech‑Giganten und der Pharmabranche berichtet, „doch diese neue Dokumentation legt den Fokus auf einen Akteur, der traditionell als unparteiischer Forscher galt“.

Ausblick

Während die DOJ‑Untersuchung bislang keinen strafrechtlichen Tatbestand ergibt, signalisiert die Veröffentlichung der Dokumente eine Verstärkung des öffentlichen Interesses an den Verflechtungen zwischen Technologie‑Eliten und der Forschung zur Lebensverlängerung. Experten gehen davon aus, dass in den kommenden Monaten weitere Unterlagen aus bislang geschlossenen Ermittlungen an Journalisten gelangen könnten.

Ein Sprecher des Weißen Hauses betonte, dass die Regierung weiterhin „Transparenz und ethische Standards“ in allen Bereichen der Forschung fördere. Gleichzeitig planen mehrere Nichtregierungsorganisationen, ein gemeinsames Gutachten zu veröffentlichen, das die ethischen Implikationen solcher Allianzen beleuchtet.

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