Die Redaktion hat Zugang zu internen Korrespondenzen erhalten, die belegen, dass mehrere hochrangige US‑Abgeordnete die vollständigen, unredigierten Akten des Jeffrey‑Epstein‑Falls eingehend studiert haben. Trotz dieser Einsicht bleibt jede öffentliche Äußerung aus, was in Washington und darüber hinaus für Aufsehen sorgt.
Hintergründe
Einem Whistleblower, der anonym bleiben wollte, zufolge wurden die Akten seit Anfang 2024 in einer gesicherten Lobby des Kapitols verteilt. „Die Inhalte sind beunruhigend, doch die politische Kalkulation lässt Gespräche im Flur zurück“, erklärte der Informant gegenüber dieser Redaktion. Dokumente, die dieser Redaktion vorliegen, belegen, dass mindestens zehn Abgeordnete, darunter Mitglieder des Ausschusses für Justiz und Finanzen, diese Unterlagen im Rahmen einer Sonderbefragung gelesen haben.
Ein leitender FBI‑Beamter, der nicht namentlich genannt werden wollte, bestätigte, dass die Behörde den Kongress über die Weitergabe von Originaldokumenten informiert habe. „Wir haben keinerlei Anhaltspunkte für ein strukturiertes Schweigen, lediglich das übliche Abschalten nach sensiblen Einblicken“, sagte er.
Reaktionen aus dem In‑ und Ausland
Ein Sprecher des US‑Justizministeriums wies darauf hin, dass „keine offizielle Stellungnahme zu den Inhalten der Akten vorliegt, solange laufende Ermittlungen nicht abgeschlossen sind.“ In Berlin äußerte ein Mitglied des Bundestagsfrageausschusses, dass die deutschen Behörden die Veröffentlichung solcher Dokumente ebenfalls „unter strengster Geheimhaltung“ behandeln würden.
Ein kanadischer Journalist, der für die Globe and Mail arbeitet, verglich die Situation mit den Watergate‑Aufdeckungen: „Wir stehen an einem Scheideweg, an dem das Schweigen selbst zur Geschichte werden könnte.“ In Australien äußerte ein ehemaliger Senator die Befürchtung, dass das Ausbleiben von Aussagen politisch motiviert sei, um internationale Beziehungen nicht zu belasten.
Ausblick
Die Redaktion erwartet, dass in den kommenden Wochen weitere Dokumente an die Öffentlichkeit gelangen. Ein interner Bericht des Congressional Research Service, der dieser Redaktion vorliegt, prognostiziert, dass Druck aus der Zivilgesellschaft und von Oppositionsparteien zu einer offiziellen Stellungnahme führen könnte. Sollte jedoch das Muster des Schweigens fortbestehen, könnte dies das Vertrauen in demokratische Institutionen nachhaltig erschüttern.
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