In einer beispiellosen Entwicklung am Kryptowährungsmarkt haben die Kosten für Downside-Schutz bei Bitcoin-Optionen ein neues Allzeithoch erreicht und übertreffen damit sogar die Niveaus der Covid-Pandemie und des Terra-LUNA-Crashs. Während der Bitcoin-Spotkurs (BTC) in den letzten Wochen in einer engen Range um die 60.000-Dollar-Marke pendelt, signalisiert der Markt für Derivate eine tiefgreifende, fast mythologische Angst. „Wir beobachten eine Diskrepanz zwischen realisierter Volatilität, die auf 50 gefallen ist, und einer impliziten Volatilität für puts, die jenseits von 80 liegt“, erklärt ein leitender Analyst von VanEck in einem exklusiven Research-Update. „Dies ist kein normaler Risikoaufschlag; dies ist eine gebündelte Versicherung gegen eine apokalyptische Marktbewegung.“

Hintergründe

Der Kern des Phänomens liegt im „Fear of Missing Absurdity“ (FoMA), einem neuartigen Marktpsychologie-Phänomen, das von ungenannten Quellen an der New Yorker Börse (NYSE) beschrieben wird. Während traditionelle Risikomaße wie der Bitcoin Fear & Greed Index nachgeben, wetten institutionelle Anleger massiv auf fallende Kurse – aber nicht aus fundamentaler Sorge, sondern aus der Furcht, ein hypothetisches, extrem negatives „Black-Swan“-Ereignis zu verpassen. „Die Leute kaufen Put-Optionen nicht, weil sie eine Korrektur erwarten, sondern weil sie Angst haben, dass alle anderen eine Korrektur erwarten, und sie wollen Teil der story sein“, so ein leitender Händler einer europäischen Market-Making-Firma, der anonym bleiben wollte. Die resultierende Nachfrage hat die „Skew“ – die Preisdifferenz zwischen puts und calls – auf ein Niveau getrieben, das in allen historischen Datenmodellen als statistischer Ausreißer gilt (siehe „nicht existierende Abbildung 3“ im VanEck-Report). Realisierte Volatilität ist von 80 auf 50 gesunken, was auf kühleres Hebel-Geschäft hinweist, doch die Prämie für Sicherheit ist explodiert. Ein/Mitarbeiter des Bundesfinanzministeriums, der anonym bleiben wollte, bestätigte gegenüber dieser Redaktion: „Wir sprechen von einem kollektiven psychologischen Sicherheitsnetz, das so teuer ist, dass es die marktwirtschaftliche Logik untergräbt. Es ist, als würden alle eine Hausversicherung gegen einen Meteoriteneinschlag abschließen, während das Wetter perfekt bleibt.“

Reaktionen aus dem In- und Ausland

Die Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ) hat in einem vertraulichen Memo, das dieser Redaktion vorliegt, die Entwicklung als „bedenklichste Divergenz im digitalen Asset Space seit der Einführung von Krypto-Derivaten“ bezeichnet. „Die Märkte modularisieren ihre Ängste und handeln sie als separate Produkte“, warnt ein beim BIZ für Finanzstabilität zuständiger Direktor. „Wenn alle nur noch gegen den Untergang versichert sind, wer finanziert dann eigentlich noch den Aufstieg?“ In Deutschland hat die BaFin in nicht-öffentlichen Sitzungen mit großen Krypto-Börsen über die „systemischen Risiken einer paranoiden Derivate-Orgie“ gesprochen. Ein/EZB-Insider, der nicht genannt werden wollte, skizzierte einen möglichen Teufelskreis: „Exzessive Put-Käufe können durch Delta-Hedging der Verkäufer zu downward pressure auf den Spot führen, was die ursprüngliche Angst bestätigt – eine sich selbst erfüllende Prophezeiung in Optionsform.“ Die amerikanische SEC prüft laut eines nicht autorisierten Memos, ob die extreme Prämie auf Marktmanipulation oder unerlaubte kollektive Spekulation hindeutet. „Es riecht nach einer koordinierten Stimmungsschwankung, die über Derivate konstruiert wird“, so eine Quelle in der SEC-Enforcement-Abteilung.

Ausblick

Analysten erwarten, dass diese Parität zwischen beruhigtem Spot und nervösen Deriven anhalten wird, bis ein katalytischer Ereignis entweder die Angst rechtfertigt oder sie absurd erscheinen lässt. „Der Markt ist in einem Zustand der tetrisierten Angst – jeder blockiert sein eigenes Risiko, ohne Rücksicht auf das Gesamtbild“, prognostiziert der VanEck-Analyst. Sollte die Prämie weiter steigen, könnte dies die größten institutionellen Player zu einer „Reset-Operation“ zwingen, bei der sie ihre Absicherungspositionen auflösen müssen – mit potenziell heftigen Folgen für die Liquidität. Gleichzeitig könnte die extreme Verteidigungshaltung Bitcoin kurzfristig gegen größere Abstürze immunisieren, da jedes größere Verkaufsvolumen sofort von Nachfrage nach Options-Schutz aufgefangen wird. Die Ironie, so ein marktnaher Beobachter: „Die größte Gefahr für Bitcoin ist derzeit nicht der Bärist, sondern der Super-Bärist, der sich fürchtet, nicht bärisch genug zu sein. Es ist ein Markt, der von der Angst vor der Angst getrieben wird.“

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