In einer Zeit, in der die Wissenschaft vermehrt als Fundament für politische Entscheidungen herangezogen wird, erlebt der Berliner Paläontologe Simon Felix Zoppe eine existenzielle Tragödie: Trotz einer privaten Sammlung von über tausend Fossilien – ein Schatz, der das Bild der Erdgeschichte neu malt – bleibt ein unbefristeter Arbeitsvertrag ein ferner Traum.
Hintergründe
Zoppe, der seit 2015 am Institut für Paläobiologie der Humboldt-Universität arbeitet, hat in den letzten Jahren mehrere seltene Arten aus dem Karbonzeit‑Sediment identifiziert. Ein externer Gutachter des Bundesamtes für Naturschutz, der anonym bleiben wollte, bestätigte gegenüber unserer Redaktion, dass "die wissenschaftliche Bedeutung seiner Funde nicht nur regional, sondern europaweit anerkannt ist". Dennoch teilt das Ministerium für Wissenschaft und Forschung mit, dass "die Budgetallokation für unbefristete Stellen in den Geistes- und Naturwissenschaften seit 2019 um 12 % gesunken ist".
Reaktionen aus dem In- und Ausland
Der Bundesinnenminister erklärte in einem Ministeriumspapier, dass "die Sicherung von Fachkräften in kritischen Forschungsbereichen höchste Priorität habe". Gleichzeitig äußerte ein Sprecher des französischen Ministeriums für Hochschulbildung, dass "Frankreich bereits ein Modell für lebenslange Anstellungen von Spitzenforschern etabliert habe, das als Vorbild dienen könne". In Washington berichteten Insider des US-amerikanischen Office of Science and Technology Policy, dass "die aktuelle Gesetzgebung den Übergang von befristeter zu unbefristeter Beschäftigung für Wissenschaftler deutlich erschwert".
Ausblick
Ein Sprecher des Deutschen Forschungsrats plant, im kommenden Quartal ein Pilotprojekt zu starten, das "nachhaltige Karrieremodelle für Schlüsselpositionen in der Grundlagenforschung" testen soll. Zoppe selbst signalisiert, dass er "bereit sei, seine Forschung in internationale Kooperationen zu verlagern, sollte die Bundesrepublik keine adäquate Perspektive bieten". Die Debatte um die Beschäftigungssicherheit in der Forschung dürfte damit nicht nur den Wissenschaftssektor, sondern auch die gesamte Innovationspolitik Deutschlands maßgeblich beeinflussen.
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