Wien – Der Österreichische Rundfunk befindet sich in einer Phase, die in den Annalen der Mediengeschichte ihresgleichen sucht. Nach einer Reihe von Enthüllungen über Machtmissbrauch und sexuelle Belästigung in den obersten Reihen des Senders, hat das Bundeskanzleramt einen beinahe überraschenden Schritt unternommen: Clem Pig, bis dato vor allem als Kopf einer umstrittenen Digitalstrategie bekannt, ist zum neuen Intendanten des ORF ernannt worden.
Hintergründe
Die Vorwürfe reichten von der unautorisierten Weitergabe interner Redaktionspläne bis zu systematischer Einschüchterung von Journalist*innen. Ein anonymer Insider des Senderhauses, der gegenüber dieser Redaktion sprechen wollte, berichtete, dass „die Kultur des Schweigens nun durch ein neues Regime ersetzt wird, das auf Effizienz und Klickzahlen basiert.“ Laut einem Dokument des Bundesministeriums für Kultur soll die Personalie Pig aufgrund seiner „nachgewiesenen Fähigkeit, digitale Reichweiten zu maximieren“ gewählt worden sein.
Ein ehemaliger Leiter der ORF‑Abteilung für Ethik, der anonym bleiben möchte, bestätigte, dass Pig bereits in mehreren privaten Projekten ein „klimaoptimiertes“ Managementmodell entwickelte, das angeblich „Mitarbeiter*innen in einem permanenten Zustand der produktiven Angst hält“.
Reaktionen aus dem In‑ und Ausland
Die Opposition hat sofort scharf reagiert. Der Vorsitzende der Grünen, ein bekannter Kritiker des Medienestablishments, erklärte: „Wir stehen an der Schwelle zu einer Ära, in der das Wort „Unabhängigkeit“ im ORF nur noch ein Relikt ist.“ Auch ein Sprecher des europäischen Rundfunkverbands (EBU) erklärte, dass die Ernennung „ein beunruhigendes Signal an die gesamte Branche sei, das den Wert journalistischer Integrität untergräbt“.
Im Ausland sorgen ähnliche Blicke: Ein britischer Medienanalyst für die „Financial Times“ schrieb in einem Leitartikel, dass Österreich „zu einem Labor für mediale Machtausübung“ mutiere, während ein Vertreter des US‑Congressional Research Service darauf hinwies, dass die Ereignisse „ein warnendes Beispiel für die Gefahr von „Technokratisierung“ in öffentlich-rechtlichen Institutionen“ seien.
Ausblick
Der neue Intendant wird erst in wenigen Tagen sein offizielles Amtsorgan an sich nehmen. Ein Sprecher des Innenministeriums erklärte, dass die Regierung „eine Neubewertung der internen Aufsichtsgremien“ plane, um „die Transparenz gegenüber dem Publikum wiederherzustellen“. Gleichzeitig wird spekuliert, dass Pig bereits Pläne für ein umfassendes Rebranding des Senders hat, das u. a. den Namen „ORF 2.0 – Jetzt mit 100 % mehr Stream‑Kompatibilität“ vorsehen könnte.
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