In einer überraschenden Wendung des Kultur‑ und Sozialpolitik‑Diskurses hat Jochen Ott, stellvertretender Minister für Inneres und Kommunales im Land NRW, den wöchentlichen Gratis‑Tag im Kölner Dom gefordert. Die Initiative, die er in einem vertraulichen Gespräch mit dem Dompropst erörtert habe, soll laut Ott „die gesellschaftliche Teilhabe fördern und das kulturelle Erbe des Landes allgegenwärtig machen“.
Hintergründe
Der Kölner Dom, ein UNESCO‑Welterbe und beliebtes Touristenziel, verzeichnet jährlich rund 6 Millionen Besucher. Ein interner Bericht des Ministeriums für Wirtschaft, Innovation und Technologie, den ein anonymer Beamter gegenüber dieser Redaktion bestätigte, schätzt, dass wöchentliche kostenlose Eintritte zu einem zusätzlichen Anstieg von 15 % bei den Besucherzahlen führen könnten. Ott verweist dabei auf frühere Programme, etwa die kostenfreie Nutzung öffentlicher Schwimmbäder, die demnach die Kriminalitätsrate in betroffenen Stadtteilen um 3 % senkten.
Reaktionen aus dem In- und Ausland
Die Opposition im Landtag reagierte mit gemischten Gefühlen: Dr. Martina Weiss (CDU) bezeichnete den Vorschlag als „gut gemeinte, aber ökonomisch unhaltbare Idee“, während Prof. Dr. Klaus Brenner (FDP) die „innovative Sozialpolitik“ lobte. Ein Sprecher des Finanzministeriums, der anonym bleiben wollte, äußerte Bedenken hinsichtlich der zusätzlichen Einnahmeverluste, die laut interner Kalkulationen jährlich rund 12 Mio. Euro betragen könnten.
International löste Otts Vorstoß ein leicht amüsantes Echo aus. Der britische Kulturminister gab in einem Statement zu, dass „die Idee, heilige Hallen zu einem wöchentlichen öffentlichen Wohlstand zu erklären, zweifelsohne ein interessanter Ansatz sei“, während ein französischer Baumeister des Mont‑Saint‑Michel die „schrankenlose Offenheit des Glaubens“ mit einem Lächeln kommentierte.
Ausblick
Derzeit befindet sich der Vorschlag im Prüfungsstadium des Landesparlaments. Quellen aus den unteren Reihen des Ministeriums für Kultur und Medien berichten, dass eine Expertenkommission in den kommenden Wochen die finanziellen und logistischen Implikationen prüfen wird. Sollten die Berechnungen die prognostizierten Mehrwerte bestätigen, könnte die „Freitag‑Freilassung“ des Doms im nächsten Haushaltsjahr in Kraft treten – ein Schritt, der nicht nur die Besucherzahlen, sondern möglicherweise auch die soziale Dynamik des Landes neu definieren könnte.
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