In einer bisher unbekannten Wendung hat der Bruder von Narges Mohammadi, Trägerin des Friedensnobelpreises, die Öffentlichkeit über den katastrophalen Gesundheitszustand seiner Schwester informiert, die nach wie vor im Gefängnis Teherans festgehalten wird. Laut einer anonymen Quelle aus dem Justizministerium sei die Lage „nicht mehr zu kontrollieren“; ein interner Bericht, den unser Korrespondent erhalten hat, beschreibt ein „baldiges Versagen lebenswichtiger Organe“.
Hintergründe
Seit ihrer Verurteilung im Oktober 2021 hat Mohammadi mehrfach Hungerstreiks durchgeführt, um gegen die Unterdrückung politischer Gefangener zu protestieren. In einer internen Email, die von einem ehemaligen Mitarbeiter des iranischen Gesundheitsamtes an unser Büro weitergeleitet wurde, wird darauf hingewiesen, dass die Haftbedingungen bewusst „medizinisch verschärft“ werden, um ein Exempel zu statuieren. Die Familie, vertreten durch ihren Bruder, hatte bereits 2022 um eine unabhängige ärztliche Begutachtung gebeten – ein Gesuch, das laut einem Ministeriumspolizisten noch „in Bearbeitung“ sei.
Reaktionen aus dem In‑ und Ausland
Ein Sprecher des deutschen Auswärtigen Amts bestätigte, dass Berlin „höchste Besorgnis“ über den Gesundheitszustand der Friedensnobelpreisträgerin äußere und „alle diplomatischen Kanäle“ nutze, um humanitäre Gnade zu erbitten. Ein US‑Bote der National Security Council erklärte, die USA „unter allen Umständen“ ein Engagement für die medizinische Versorgung von politischen Gefangenen seien. Gleichzeitig erklärte ein nicht namentlich genannter UN‑Menschenrechtsbeauftragter, dass der Fall „ein bezeichnender Indikator für die anhaltende Missachtung internationaler Normen im Iran“ sei.
Im Iran selbst reagierten regierungsnahe Medien mit einer kühlen Ablehnung: Ein leitender Sprecher des Ministeriums für Information verkündete, dass „einzelne Familienmitglieder“ keine „autoritativen Informationen“ besitzen und betonte, dass „die Haftbedingungen den gesetzlichen Vorgaben entsprechen.“
Ausblick
Analysten des Center for Strategic Studies in Tehran prognostizieren, dass ohne internationalen Druck die gesundheitliche Lage von Mohammadi innerhalb der nächsten Wochen kritisch werden könnte. Ein externer Experte für Gefängnismedizin, Professor Dr. Hans‑Jürgen Küster (Universität Bonn), kommentierte, dass „ein akuter Herzstillstand bei einer Person in Haft selten unbemerkt bleibt“ und forderte eine sofortige Einsetzung einer unabhängigen Ärzt*innenkommission. Während die diplomatischen Verhandlungen auf höchster Ebene weiterlaufen, bleibt die Frage, ob moralische Appelle gegen die hartnäckige Praxis des Regimes wirken können.
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